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[Bildunterschrift: Stimmabgabe in Kassel: Bis zum Mittag war die Wahlbeteiligung in vielen Lokalen Hessens und Niedersachsens geringer als 2003. ]
Die Stimmberechtigten haben sich zu Beginn der Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen zurückhaltend gezeigt. Bis zum Mittag war der Zulauf in vielen Wahllokalen geringer als vor fünf Jahren.
In Niedersachsen hatten um 12.30 Uhr bei starkem Wind und Nieselregen 22,65 Prozent der Wähler ihre Stimmen abgegeben. Vor fünf Jahren lag die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt bei 29,2 Prozent, teilte der stellvertretende Landeswahlleiter mit. In Hessen war es zwar trocken, trotzdem registrierten etwa die Wahllokale in Wetzlar, Fulda und Gießen deutlich weniger Zulauf als bei der letzten Landtagswahl. In Frankfurt stieg dagegen die Zahl der Wähler bis 12.00 Uhr im Vergleich zur Wahl 2003 um 1,5 Prozentpunkteauf 20,1 Prozent an.
Beobachter rechnen in Hessen nach dem bis zuletzt geführten harten Wahlkampf mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der bisher allein regierenden CDU von Ministerpräsident Roland Koch und der SPD mit ihrer Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti. Rund 4,4 Millionen Bürger können über die künftige Machtverteilung im Wiesbadener Landtag entscheiden.
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[Bildunterschrift: Roland Koch vor einem Wahlplakat von Parteilkollege Wulf. Im Gegensatz zu diesem kann Koch nicht auf eine sichere Mehrheit hoffen. ]
Seit der Wahl 2003 verfügt die CDU von Ministerpräsident Koch im Parlament über eine absolute Mehrheit. Letzten Umfragen zufolge muss die CDU um den Machterhalt bangen. Selbst eine Mehrheit für ein Bündnis mit der FDP erscheint unsicher. Großen Einfluss darauf, wer künftig in Wiesbaden regiert, dürfte das Abschneiden der Partei Die Linke haben. Umfragen sahen sie zuletzt bei fünf Prozent. Allerdings gaben viele Bürger an, sie hätten noch nicht ihre endgültige Entscheidung getroffen. Überraschungen sind also durchaus möglich
Bei der Landtagswahl 2003 hatte die CDU mit 48,8 Prozent ihr bisher bestes, die SPD mit 29,1 ihr bisher schlechtestes Nachkriegsergebnis erzielt. Die Grünen kamen auf 10,1 Prozent, die FDP auf 7,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,6 Prozent.
Roland Koch (CDU) und Andrea Ypsilanti (SPD) liegen Kopf-an-Kopf. Die Regierungsbildung wird alles andere als einfach. [hr]
[Bildunterschrift: Haben ihre Stimmen schon abgegeben: die Spitzenkandidaten Wolfgang Jüttner (SPD, links) und Christian Wulff (CDU, rechts) ]
In Niedersachsen sind 6,1 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Nach einem vergleichsweise ruhigen Wahlkampf wird nach letzten Umfragen die Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition unter CDU-Ministerpräsident Christian Wulff erwartet. Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Wolfgang Jüttner kann danach nicht mit Stimmenzuwächsen im Vergleich zur letzten Wahl rechnen. Auch in Niedersachsen scheint es möglich, dass die Partei Die Linke erstmals den Einzug in das Parlament eines westdeutschen Flächenlandes schafft.
Bei den Wahlen im Februar 2003 kam die CDU auf 48,3 Prozent und verfehlte damit nur knapp die absolute Mehrheit. Die SPD erreichte damals 33,4 Prozent ab. Die FDP zog mit 8,1 Prozent nach einer Pause von neun Jahren wieder in den Landtag ein, die Grünen kamen auf 7,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,0 Prozent.
Christian Wulff hat es leicht - seine schwarz-gelbe Koalition kann weiterregieren. [ndr]
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