Wahlplakate in Hannover | Bildquelle: dpa

Knappes Ergebnis erwartet Niedersachsen hat die Wahl

Stand: 15.10.2017 08:27 Uhr

Die Niedersachsen wählen heute einen neuen Landtag. Umfragen zufolge deutet alles auf einen knappen Ausgang hin: Die SPD von Ministerpräsident Weil und die CDU von Herausforderer Althusmann liefern sich seit Wochen ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Nur drei Wochen nach der Bundestagswahl wird heute in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Die eigentlich erst Anfang 2018 anstehende Wahl war um drei Monate vorgezogen worden, weil die regierende rot-grüne Koalition wegen des Wechsels einer Grünen-Abgeordneten zu den Christdemokraten ihre knappe Mehrheit verloren hatte.

Niedersachsen wählen neuen Landtag
tagesschau 17:15 Uhr, 15.10.2017, Annette Deutskens, NDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

In Umfragen lag die SPD unter Ministerpräsident Stephan Weil nach einer Aufholjagd zuletzt knapp vor der CDU unter Herausforderer Bernd Althusmann. Grünen, FDP und AfD signalisierten die Umfragen einen wahrscheinlichen Einzug in den neuen Landtag. Die Linke pendelt dagegen seit Wochen um die Fünf-Prozent-Hürde.

Überläuferin machte Neuwahl nötig

Der Landtag hat regulär 135 Sitze, wobei sich die Zahl durch Überhang- und Ausgleichsmandate noch vergrößern kann. Die Wahl wurde vorgezogen, nachdem die Grünen-Abgeordnete Elke Twesten überraschend zur CDU übergetreten war und die rot-grüne Koalition unter Weil ihre hauchdünne Mehrheit verlor.

Nach dem ZDF-Politbarometer vom Donnerstag können SPD und Grüne nicht mit einer neuen Regierungsmehrheit rechnen. Reichen könnte es demnach für eine große Koalition aus SPD und CDU, für eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP oder für eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP. Allerdings hat die FDP eine Ampel-Koalition ausgeschlossen.

Auch eine Jamaika-Koalition gilt nach dem Twesten-Übertritt als problematisch. Ein rot-rot-grünes Bündnis wiederum hatte Weil nicht ausgeschlossen, er strebt ein solches aber auch nicht an.

Bundespolitische Bedeutung

Sollte die CDU die Wahl gewinnen, ginge Kanzlerin Angela Merkel gestärkt in die Sondierungsgespräche mit Grünen und Liberalen zur Bildung einer neuen Bundesregierung in der nächsten Woche. Für die SPD dagegen wäre ein Sieg in Hannover der erste Wahlerfolg in diesem Jahr nach ihrem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl im September sowie den Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen im Frühjahr 2017.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 14. Oktober 2017 um 23:30 Uhr sowie die tagesschau am 15. Oktober 2017 um 09:59 Uhr.

Darstellung: