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19.03.2010

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Inland
Wachs-Hitler in London seit Jahren Ziel von Attacken
Erfahrungen mit Wachs-Hitler in Hamburg und London

Die Briten mögen den Führer auch nicht

Wachsfiguren von Adolf Hitler (r) und Winston Churchill (l) bei Madame Tussaud's in London (Foto: picture-alliance / dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Nach 60 Jahren im schützenden Glaskasten darf Hitler (r.) in London Churchill nun direkt in die Augen schauen. ]
In Berlin war die Hitler-Figur nach wenigen Minuten kopflos - in London ist sie seit Jahren Anschlägen ausgesetzt: Seit 1933 steht dort, im ersten Wachsfigurenkabinett von "Madame Tussauds", eine Puppe des deutschen Diktators. Und seitdem wurde sie immer wieder bespuckt oder auch mit Eiern beworfen.

Nach Angaben des Museums war keine andere Wachspuppe so oft Ziel von Attacken. So war der Diktator lange die meist gehasste Figur im Londoner Wachsfigurenkabinett, wie aus einer museumsinternen Umfrage hervorging. Allerdings muss der britische Hitler nicht mehr hinter Glas stehen, seit im Jahr 2002 Osama bin Laden die Führung der unbeliebtesten Puppen bei Madame Tussauds übernahm.

Zitat:

"Endlich hat ein Hitler-Attentat geklappt."
Quelle: Henryk M. Broder, Essayist

Gelassen oder ignorant? Die Hamburger und der Hitler

Im Hamburger Panoptikum stört sich dagegen seit 60 Jahren kaum jemand an dem wächsernen Diktator. "Bei uns hat es noch nie Beschädigungen gegeben", sagte der Chef des ältesten Wachsfigurenkabinetts Deutschlands, Hayo Faerber, der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Die meisten Besucher haben keine Probleme damit. Nur ein bis zwei von 1000 Gästen echauffieren sich darüber", sagte der 61-Jährige.

Leerer Schreibtisch, an dem die Hitler-Wachspuppe saß, bei Madame Tussauds in Berlin (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Sie sehen, dass Sie nichts sehen: Ein Kameramann filmt den inzwischen leeren Führer-Schreibtisch. ]
Dabei steht die 1941 modellierte Figur Adolf Hitlers bereits seit 1948 in dem Wachsfigurenkabinett an der Reeperbahn. "Das Propaganda-Ministerium hatte dem Panoptikum verboten, den Hitler aufzustellen. Vermutlich fürchtete es eine Degradierung seines Führers." So wurde die Wachspuppe zunächst eingelagert und konnte erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges präsentiert werden.

In dem 1879 eröffneten Panoptikum sind auch Figuren anderer NS-Verbrecher wie Joseph Goebbels und Hermann Göring ausgestellt. Daneben sind Widerstandskämpfer wie die Geschwister Scholl zu sehen.

Stand: 05.07.2008 17:25 Uhr
 

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