Ein Elektroauto von VW wird aufgeladen | Bildquelle: dpa

Volkswagen Milliarden-Budget für E-Autos

Stand: 17.11.2017 15:40 Uhr

Dieselkrise war gestern, jetzt wird geklotzt: Zumindest aus Sicht des Volkswagen-Konzerns. 34 Milliarden Euro will VW in seine Zukunft investieren. Das Geld soll vor allem in die Elektromobilität fließen.

Volkswagen investiert bis 2022 mehr als 34 Milliarden Euro in die Elektromobilität, autonomes Fahren und die Digitalisierung. Der größte Anteil davon soll in die Elektrifizierung und die Hybridisierung aller Konzernmodelle fließen. Die Serienproduktion von E-Autos solle im Werk Zwickau in Sachsen starten, teilte VW im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung mit. Trotz der hohen Ausgaben solle die Nettoliquidität bei mehr als 20 Milliarden Euro bleiben.

In seinem Fahrplan für den Aufbau der Elektromobilität hat sich der weltgrößte Autokonzern einiges vorgenommen: Bis 2025 sollen die Konzernmarken mehr als 80 neue Elektromodelle auf den Markt bringen, darunter rund 50 rein batteriebetriebene Fahrzeuge. Die Zahl soll danach weiter steigen. Spätestens 2030 will der Konzern mindestens jeweils eine Elektroversion seiner insgesamt 300 Fahrzeugmodelle anbieten.

Volkswagen will Milliarden in E-Mobilität investieren
tagesschau 20:00 Uhr, 17.11.2017, Rüdiger Strauch, NDR

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VW soll "weltweite Nummer Eins" werden

"Das Auto wird gerade neu erfunden", erklärte Konzernchef Matthias Müller. Damit würden die Voraussetzungen geschaffen, Volkswagen bis 2025 zur "weltweiten Nummer Eins in der Elektromobilität zu machen". Um die Produktion von Elektroautos anzukurbeln, will VW seinen Standort Zwickau zu einem reinen E-Mobilitätswerk umbauen. In Dresden soll zudem die Produktion des E-Golfs ausgeweitet werden, teilte der Gesamt- und Konzernbetriebsrat von VW mit. Die gesamte Passat-Familie soll ab Ende 2018 am Standort Emden gebündelt werden, die Golf-Familie ab der nächsten Fahrzeuggeneration in Wolfsburg.

Allein in China sollen in den nächsten sieben Jahren gemeinsam mit Partnern zehn Milliarden Euro in die E-Mobilität gesteckt werden. VW-China-Chef Jochem Heizmann erklärte, der Markt für Elektroautos entwickle sich in der Volksrepublik "schneller als in anderen Teilen der Welt".

Warnung: "Wette auf die Zukunft"

Allerdings warnt Autoexperte Stefan Bratzel: "Für E-Mobilität Geld einzusetzen, ist eine Wette auf die Zukunft." Denn Elektromobilität oder autonomes Fahren seien teuer in der Entwicklung, zugleich müssten die klassischen Verbrennungsantriebe verbessert werden. In vielen Regionen dürften E-Autos noch für Jahre keine Rolle spielen. Außerdem argumentiere die Autoindustrie, den Diesel auch noch zu brauchen, um die europäischen Grenzwerte beim "Klimakiller" CO2 zu erreichen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. November 2017 um 17:00 Uhr.

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