Wahlplakate in Nordrhein-Westfalen | Bildquelle: picture alliance / Caroline Seid

Nordrhein-WestfalenTrend Knappes Rennen in NRW

Stand: 04.05.2017 18:00 Uhr

Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen muss um die Mehrheit bangen. Laut ARD-Vorwahlumfrage liegt die SPD mit Amtsinhaberin Kraft knapp vor der CDU, doch die Grünen bleiben schwach. Einen Sprung nach oben macht die FDP.

Von Friederike Hofmann, WDR

Am 14. Mai wird in Nordrhein-Westfalen gewählt und sie steht besonders im Fokus: Es ist die letzte Wahl vor der Bundestagswahl - und sie verspricht richtig spannend zu werden. Denn SPD und CDU liegen zehn Tage vor der Wahl in der aktuellsten Umfrage von Infratest dimap nahe beieinander.

Wenn am Sonntag in Nordrhein-Westfalen gewählt würde, käme die SPD in der Sonntagsfrage der ARD-Vorwahlumfrage Nordrhein-Westfalen auf 32 Prozent (-2 im Vergleich zur Befragung Mitte April). Bei der Landtagswahl 2012 kam die SPD noch auf 39,1 Prozent. Die CDU käme nun auf 31 Prozent (-3 im Vergleich zur Befragung Mitte April. 2012 erreichte die CDU 26,3 Prozent.

Deutschlandtrend NRW-Wahl
tagesthemen 22:15 Uhr, 04.05.2017, Sven Lorig, WDR

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Die Grünen würden nun sieben Prozent erreichen (+1 im Vergleich zu Mitte April.) Bei der Wahl 2012 holten die Grünen 11,3 Prozent. Die FDP würde nun laut Umfrage 13 Prozent erreichen (+3 im Vergleich zu Mitte April). 2012 waren es 8,6 Prozent. Die Linkspartei käme auf fünf Prozent (keine Veränderung zu Mitte April. Bei der Wahl 2012 verpasste die Linke mit 2,5 Prozent klar den Sprung ins Parlament. Die AfD käme nun auf acht Prozent (keine Veränderung zu Mitte April). Die sonstigen Parteien kommen laut Umfrage auf vier Prozent. Darunter fallen auch die Piraten. Bei dieser Umfrage handelt es sich ausdrücklich um keine Prognose, sondern um die politische Stimmung in der laufenden Woche.

Rot-Grün ohne Mehrheit

Eine Fortsetzung des bisherigen Regierungsbündnisses aus SPD und Grünen wäre mit diesen Zahlen nicht möglich. Auf Basis dieser Umfragezahlen wären neben der Bildung einer Großen Koalition auch Dreierbündnisse möglich: etwa eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP oder ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP.

Bei der Frage, wer die nächste Landesregierung führen soll, sind SPD und CDU nicht so weit auseinander. 43 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass die nächste Landesregierung SPD-geführt sein soll (-12 im Vergleich zu vor der Wahl 2012). 37 Prozent sprechen sich dafür aus, dass die CDU die nächste Landesregierung führt (+3 im Vergleich zu vor der Wahl 2012).

Amtsinhaberin Hannelore Kraft ist in der Direktwahlfrage vorn, verliert aber deutlich im Vergleich zur vergangenen Wahl. Wenn die Bürger in Nordrhein-Westfalen ihre Ministerpräsidentin bzw. ihren Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würden sich 49 Prozent der Befragten für die SPD-Spitzenfrau und Regierungschefin entscheiden. 28 Prozent würden sich für den CDU-Herausforderer Armin Laschet entscheiden, 13 Prozent für keinen der beiden. Zum Vergleich: 2012 sagten 68 Prozent der Befragten, dass sie Kraft wählen würden. Für ihren Herausforderer Norbert Röttgen von der CDU hätten sich damals 26 Prozent der Befragten entschieden.

Damit geht einher, dass die Zufriedenheit mit der bisherigen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleich auf eher niedrigem Niveau ist. 49 Prozent sind mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden. 48 Prozent sind weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden. Zum Vergleich: Mit der Arbeit der Bundesregierung waren im DeutschlandTrend Mitte April 53 Prozent zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden.

Zwischen den beiden Regierungsparteien zeigen sich deutliche Unterschiede, was die Zufriedenheit angeht. 46 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der SPD sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden. 49 Prozent sind weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden. Mit der Arbeit der Grünen sind 26 Prozent sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden und 64 Prozent weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden.

Vorschau auf die Landtagswahl in NRW
tagesthemen 22:15 Uhr, 04.05.2017, Gudrun Engel, WDR

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Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen ab 18 Jahren
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/ Randomstichprobe
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl: 1000 Befragte
Erhebungszeitraum: 02. und 03. Mai 2017
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
Durchführendes Institut: Infratest dimap

* bei einem Anteilswert von 5 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

ARD-Deutschlandtrend zur NRW-Wahl
S. Lauscher, WDR
05.05.2017 11:43 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 04. Mai 2017 um 22:15 Uhr.

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