Häufigste Vornamen 2017

Wie soll das Kind denn heißen?

Stand: 29.12.2017 11:05 Uhr

Beliebt bleibt beliebt: Auch 2017 war Ben der am häufigsten vergebene männliche Vorname - im siebten Jahr in Folge. Das ergab eine Auswertung von rund 27 Prozent der Geburtsmeldungen. Bei den weiblichen Vornamen feierte Emma ein Comeback an der Spitze.

Ben und Emma lauten die beliebtesten Vornamen 2017. Das ergab eine Auswertung von rund 27 Prozent der Geburtsmeldungen im Jahr 2017 durch den Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld. "Schon im siebten Jahr in Folge ist Ben der Spitzenreiter, Emma ist die neue Nummer eins", sagte Bielefeld. Emma hatte die Liste schon 2014 angeführt und löst in diesem Jahr Mia von der Spitze ab.

Die Auswertung des Sparkassen-Angestellten, der seit 15 Jahren seine Erhebungen als Hobby pflegt, stützen sich auf 212.942 Geburtsmeldungen von Geburtskliniken, Standesämtern und Geburtshäusern. Laut eigenen Angaben hat er für seine Hitliste Daten aus 633 verschiedenen Quellen aus 494 Städten erhoben.

Top 10 nahezu unverändert

Die Gruppe der Vornamens-Top 10 ist unverändert. Nur an der Rangfolge veränderte sich etwas. Bei den Jungen folgen auf Ben nun Jonas, Leon, Paul, Finn/Fynn, Noah, Elias, Luis/Louis, Felix und Lucas/Lukas, bei den Mädchen kommen nach Emma Hannah/Hanna, Mia, Sophia/Sofia, Emilia, Lina, Anna, Marie, Mila und Lea/Leah.

Als Aufsteiger sieht Bielefeld die Vornamen Leni, Ella, Juna und Clara sowie Theo, Matteo, Henry, Milan und Anton. Der Namensforscher gibt aufgrund seiner langjährigen Erhebungen auch eine Prognose für das Jahr 2027: In zehn Jahren werden die Spitzenreiter demnach Oskar und Theo sowie Leni und Emilia lauten.

Nord-Süd-Gefälle

Bei der Etablierung beliebter Vornamen hat der Hobby-Forscher eine Nord-Süd-Bewegung festgestellt. Emma und Ida sowie Finn, Pepe und Fiete seien dafür Beispiele aus dem Norden. Über Bayerns Grenzen hinaus sei dagegen Maximilian beliebt, ein süddeutsches Mädchen heiße besonders häufig Sofia/Sophia. Die Namen Karl/Carl und Oskar sowie Frieda würden eher in Ostdeutschland vergeben.

Knud Bielefeld erhebt seit 15 Jahren die in Deutschland vergebenen Vornamen.

Die steigende Zahl von Kindern mit Migrationshintergrund schlägt sich bislang nicht in den Namenslisten nieder. Einen Grund sieht Bielefeld darin, dass die Familien aus verschiedenen Herkunftsländern kommen.

Vor wenigen Tagen hatte bereits die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden ein Ranking veröffentlicht, das auf einer Stichprobe bei zehn Standesämtern basiert. Dabei ergab sich eine etwas andere Rangfolge, weil die Gesellschaft nicht zwischen Erst- und Folgenamen unterscheidet. Nach dieser Auswertung kamen Marie und Paul ganz nach vorn. Der Wiesbadener Verein stellt seine komplette Auswertung im Frühjahr 2018 vor.