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[Bildunterschrift: 2011 soll jedes EU-Mitgliedsland seine Einwohnerzahl bestimmen. ]
Das Bundeskabinett hat die für 2011 geplante Volkszählung beschlossen. Mit dem Gesetz folgt die Bundesregierung einer verbindlichen Vorgabe der EU, teilten Vertreter des Innenministeriums mit. Vorgesehen ist, in der gesamten Europäischen Union zu ermitteln, wie viele Menschen in einem Land leben, wie sie wohnen und arbeiten.
Wie das Statistische Bundesamt tagesschau.de mitteilte, zählte Deutschland am 30. Juni 2008 (letzter aktuell ermittelter Stand) 82.126.600 Einwohner.
Bei dem sogenannten registergestützten Zensus wird nicht mehr die gesamte Bevölkerung befragt. Stattdessen wird auf Melderegister und Daten der Bundesagentur für Arbeit zugegriffen. Zusätzlich sollen rund 17,5 Millionen Gebäude- und Wohneigentümer per Post sowie sieben bis neun Prozent der Bevölkerung - etwa 2,5 bis 3,5 Millionen Haushalte - stichprobenartig befragt werden.
Die letzte Volkszählung in der DDR fand im Jahr 1981 statt, in der Bundesrepublik war es 1987. Dort hatte es damals massive Proteste gegeben. Die Angst vor dem "gläsernen Bürger" führte zu breiter Ablehnung. Viele wollten die Zählung ganz oder durch falsche Angaben boykottieren.
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