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[Bildunterschrift: Vertreter der Verfassungsorgane legten zum Volkstrauertag Kränze in der Neuen Wache nieder. ]
Am Volkstrauertag haben Politiker in Deutschland an Millionen Kriegstote und die Opfer von Gewaltherrschaft erinnert. Bei der zentralen Gedenkfeier im Bundestag forderte Bundespräsident Horst Köhler mehr Einsatz für den Frieden. Wenn es überall auf der Welt mehr gegenseitiges Vertrauen und Engagement von Jung und Alt gebe, "dann hat die Menschheit die Chance, den Teufelskreis immer neuer Kriege und bewaffneter Konflikte endlich zu durchbrechen", sagte er.
Zuvor hatten Vertreter der Verfassungsorgane Kränze in der Neuen Wache in Berlin niedergelegt und verharrten dort im stillen Gedenken. Bereits am Morgen hatte der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, einen Kranz auf dem jüdischen Friedhof in Berlin niedergelegt. "Die Aussöhnung mit unseren jüdischen Mitbürgern ist auch heute noch eine hochaktuelle und mir persönlich eine besonders wichtige Aufgabe", sagte Schneiderhan.
[Bildunterschrift: "Unsere Toten sind nicht anonym" - Verteidigungsminister zu Guttenberg beim Gedenken am Ehrenmal der Bundeswehr. ]
Im Bendlerblock, dem Berliner Sitz des Verteidigungsministeriums, wurde der im Dienst ums Leben gekommenen Bundeswehrsoldaten gedacht. "Wir dürfen unsere Toten nicht vergessen. Sie mahnen uns Lebende, dass Sicherheit und Freiheit nicht selbstverständlich sind", sagte Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg am neuen Bundeswehr-Ehrenmal.
Er nannte namentlich jene neun Soldaten, die in den vergangenen zwölf Monaten ihr Leben gelassen hatten, darunter sechs Bundeswehrangehörige, die in Afghanistan getötet worden waren. Guttenberg legte einen Kranz nieder und sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Seit 1955 starben insgesamt etwa 3100 Bundeswehrsoldaten im Einsatz.
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