Deutsche Bahn will mehr Videoaufzeichnungen an Bahnhöfen

Videoüberwachung (Bildquelle: dapd)

Nach gescheitertem Anschlag auf Bonner Hauptbahnhof

Bahn will mehr Videos aufzeichnen lassen

Die Deutsche Bahn will nach dem gescheiterten Bombenanschlag auf den Bonner Hauptbahnhof die Sicherheitsvorkehrungen an Bahnhöfen verschärfen. "Wir wollen mehr Videoaufzeichnungen und damit eine bessere Verfolgung von Straftaten auf Bahnhöfen", sagte Konzernchef Rüdiger Grube der "Bild am Sonntag".

Auf dem Bonner Hauptbahnhof hatte am 10. Dezember ein Unbekannter womöglich aus der radikalislamischen Szene eine Sporttasche mit einem Sprengsatz abgestellt. Die Bombe wurde von Experten mit einem Wassergewehr zerstört. Videoaufnahmen eines Tatverdächtigen erhielten die Ermittler nur durch die Kamera eines Schnellrestaurants im Bahnhof, da es zwar eine Überwachung durch die Bahn gab, die Bilder aber nicht aufgezeichnet wurden.

Sicherheitsgipfel mit Innenminister Friedrich

Grube kündigte an, er werde im Februar zu einem Sicherheitsgipfel einladen. An dem Treffen sollen demnach Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, Vertreter der Länder, die Bundespolizei sowie Datenschützer teilnehmen. Die Zusammenarbeit mit den Behörden solle noch besser werden, so Grube. Gleichzeitig verwies er auf die gestiegene Sicherheit in den deutschen Bahnhöfen: "Die früheren Problemzonen in und an Bahnhöfen gibt es kaum noch."

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Dezember 2012 um 10:00 Uhr.

Stand: 30.05.2013 14:18 Uhr

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