Fleischloser Tag in Kantinen Grüne fordern "Veggie-Day"

Stand: 05.08.2013 16:59 Uhr

Die Grünen wollen nach der Bundestagswahl einen fleischlosen Tag in Kantinen einführen. Das sagte die Spitzenkandidatin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt. Der "Veggie-Day" soll dazu beitragen, den Fleischkonsum zu senken.

60 Kilogramm Fleisch pro Jahr

Göring-Eckardt verwies darauf, dass die Bundesbürger durchschnittlich 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr verbrauchten. Eine Reduzierung des Konsums könne auch dazu beitragen, Massentierhaltung und Futtermittelskandale zu vermeiden.

Gemüse | Bildquelle: dpa
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Die Grünen wollen einen "Veggie-Day" einführen, um den Fleischkonsum in Deutschland zu reduzieren.

Vegetarisch kochen sei mehr, "als nur das Fleisch weg lassen", sagte auch die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Renate Künast, der "Bild-Zeitung". Es sei gut für das Klima und trage zu mehr Qualität sowie artgerechter Tierhaltung bei. In ihrem Programm für die Bundestagswahl verlangen die Grünen demnach, ein "Veggie-Day" solle "zum Standard werden". Einen Zwang solle es aber nicht geben.

BUND unterstützt Vorstoß der Grünen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland unterstützt das Vorhaben der Grünen. Der Verbandsvorsitzende Hubert Weiger sagte der Zeitung: "Wir fordern einen fleischfreien Tag und mindestens 20 Prozent Bio- und Neulandfleisch in öffentlichen Kantinen bis 2015."

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle lehnten die Forderung der Grünen als Bevormundung ab. "Die Menschen sind klug genug, selbst zu entscheiden, wann sie Fleisch und Gemüse essen und wann nicht." Menschen ständig Vorschriften zu machen, entspreche nicht seinem Verständnis von Freiheit und Liberalität, sagte Brüderle.

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