Ein Blitz über dem Zwischenahner Meer | Bildquelle: dpa

Unwetter-Gefahr in Deutschland "Es wird wieder krachen"

Stand: 30.05.2018 11:39 Uhr

Die Aufräumarbeiten nach den heftigen Gewittern mit Starkregen laufen noch. Da warnen Wetterexperten bereits vor weiteren Unwettern vom Nordwesten bis in den Osten und Süden.

Nach den heftigen Unwettern in mehreren Regionen Deutschlands laufen die Aufräumarbeiten. Polizei und Feuerwehr sind vielerorts noch im Einsatz. "Wir müssen die Keller leer bekommen", sagte ein Sprecher der Wuppertaler Feuerwehr. Knapp 550 Feuerwehrleute seien in der Stadt bei der Arbeit, viele davon seit mehr als 15 Stunden.

Großes Aufräumen nach heftigen Unwettern
tagesschau 14:00 Uhr, 30.05.2018

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Das Unwetter richtete in Wuppertal erhebliche Schäden an und blockierte viele Straßen. Wassermassen drangen laut Polizei unter anderem in ein Einkaufszentrum ein. In der Innenstadt knickte ein Tankstellendach weg und beschädigte mehrere Autos, auch das Dach eines Universitätsgebäudes stürzte ein.

In der Spitze fielen im Raum Wuppertal laut Deutschem Wetterdienst (DWD) 100 Liter Regen auf dem Quadratmeter. "Das war schon extrem und ist in der Regenmenge etwa das, was normalerweise im Laufe eines Monats fällt", sagte ein Sprecher. Die Reparatur- und Aufräumarbeiten könnten mehrere Tage dauern.

Gießener Notaufnahme überflutet

Bei Kleve am Niederrhein musste am frühen Morgen ein Autobahnzubringer voll gesperrt werden, um die Fahrbahn zu reinigen. Überschwemmungen hatten die Straße unbefahrbar gemacht.

Im hessischen Gießen waren in der Nacht bis zu 300 Helfer im Einsatz. "Jetzt steht das große Aufräumen an", sagte eine Sprecherin. Zahlreiche Bäume waren hier umgeknickt, Straßen überflutet. Am Gießener Uniklinikum stand die Notaufnahme teilweise unter Wasser. Für etwa zwei Stunden konnten dort keine Notfälle aufgenommen werden.

Schwere Unwetter auch in Niedersachsen und Bayern

Sachschaden in geschätzter Millionenhöhe haben die Überflutungen nach einem Starkregen im niedersächsischen Bad Gandersheim verursacht, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Gebäude seien einsturzgefährdet, zahlreiche Keller vollgelaufen. Probleme habe es auch mit der Stromversorgung gegeben. Am Dienstag hatte ein schweres Gewitter stundenlang über der Stadt gewütet.

In Bad Zwischenahn bei Oldenburg konnte ein Intercity der Deutschen Bahn am Dienstagabend wegen eines Stromausfalls seine Reise nicht fortsetzen. Rund 250 Reisende mussten stundenlang in dem Zug ausharren, bevor er weiterfahren konnte. Grund für den Stromausfall war nach Bahnangaben vermutlich ein Blitzeinschlag in einen Hauptgenerator im Stellwerk. Auch am Oldenburger Bahnhof strandeten der Polizei zufolge Hunderte Menschen, weil einige Züge ausfielen oder sich verspäteten.

Über Bayern zogen schwere Unwetter in der Nacht. In Unterfranken und in der Oberpfalz liefen Keller voll, Bäume wurden entwurzelt. Bei einem Verkehrsunfall wurde mindestens ein Mensch verletzt. Nahe Regensburg war zeitweise die Autobahn 93 überflute. In einigen Stadtteilen fiel für Stunden der Strom aus.

Schäden richteten die Gewitter auch im Landkreis Schweinfurt an. "Hier gingen bis 22 Uhr über 400 unwetterbedingte Notrufe ein", teilte ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes mit.

"Keine Entspannung in Sicht"

Für heute geben Wetterexperten keine Entwarnung: In den östlichen Mittelgebirgen und an den Alpen kann es laut Deutschem Wetterdienst den ganzen Tag über kräftig gewittern. Auch Starkregen und Hagel sind möglich.

Mit dem Blick auf ganz Deutschland erklärt der Wetterdienst: "Es ist keine Entspannung in Sicht." Vom Nordwesten bis in den Osten und Südosten sowie lokal im Südwesten werde es teils erneut kräftige Schauer und Gewitter geben: "Es wird wieder krachen."

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Wetterextreme im Mai

Wetterextreme

Große Hitze, Gewitter, Starkregen: Ende Mai herrscht in Deutschland eine Extremwetterlage. In Bad Gandersheim in Niedersachsen wurden die Straßen überflutet. | Bildquelle: dpa

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. Mai 2018 um 08:00 Uhr.

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