Ein Taxigast läuft bei starkem Regen mit Hagel am Hauptbahnhof von einem Taxi durch den Regen zum Bahnhof.  | Bildquelle: dpa

Besonders Süd- und Westdeutschland betroffen Schwere Unwetter sorgen für Probleme

Stand: 08.06.2018 11:00 Uhr

Überflutete Straßen, Gewitter und Flugausfälle: Über den Süden und Westen Deutschlands sind erneut Unwetter gezogen. Nun räumen Helfer auf - doch ein Ende der Gewitter ist nicht in Sicht.

Flugausfälle in Stuttgart und Frankfurt, überflutete Straßen und Keller: Im Südwesten, in Hessen und Nordrhein-Westfalen haben am Donnerstagabend wieder heftige Unwetter gewütet.

Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) rechnen heute erneut mit Unwettern im Süden und Südwesten Deutschlands. In Stuttgart solle der Flughafenbetrieb heute jedoch wieder normal stattfinden, erklärte ein Polizeisprecher.

Am Abend war die Abfertigung am Stuttgarter Flughafen wegen des Unwetters stundenlang eingestellt. Passagiere und Mitarbeiter hatten in Flugzeugen, Fahrzeugen oder im Gebäude ausgeharrt. Mehrere Flüge waren annulliert worden. Ein Fahrzeug, in dem ein Mitarbeiter des Airports saß, wurde vom Blitz getroffen. Der Mitarbeiter wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wie schwer er verletzt wurde, blieb zunächst unklar.

Auch in Reutlingen, Esslingen und Mannheim war die Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt. Keller liefen voll, Straßen waren überflutet. Auf der Autobahn 81 bei Ludwigsburg gab es mehrere Unfälle nach Aquaplaning. Zwei Autofahrer verletzten sich leicht.

Gewitter in Frankfurt/Main | Bildquelle: dpa
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Gewitter in Frankfurt/Main - bedingt durch die schweren Unwetter fielen Flüge aus.

Flüge in Frankfurt ausgefallen

In Hessen traf es vor allem das Rhein-Main-Gebiet. Am Frankfurter Flughafen konnten am Abend zeitweise keine Flugzeuge mehr starten und landen. Laut Flughafenbetreiber Fraport fielen rund 200 von 1550 Flügen aus. Am Morgen meldete Fraport ein paar Dutzend Annullierungen bei etwa 1560 geplanten Flügen.

In einem Frankfurter Krankenhaus legte nach Polizeiangaben ein vom Starkregen ausgelöster Stromausfall den Betrieb größtenteils lahm. Große Teile der Klinik mussten evakuiert werden, wie ein Polizeisprecher sagte. In Südhessen verursachte der Starkregen einen Verkehrsunfall mit zwei Leichtverletzten.

Überschwemmte Autobahn in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen waren vor allem das Sauerland, das Ruhrgebiet und das Rheinland betroffen. In Plettenberg im Nordwesten des Sauerlandes führte Starkregen nach Polizeiangaben zu Ausfällen von Ampelanlagen, vollgelaufenen Kellern und hochgedrückten Gullydeckeln. In Bonn brannten zwei Dachstühle nach Blitzeinschlägen, wie die Feuerwehr mitteilte. Verletzte gab es nicht. Auf der A59 bei Spich im Rhein-Sieg-Kreis setzte Starkregen die Fahrbahn unter Wasser.

Erdrutsch in Bayern

Auch in Bayern kam es zu Überflutungen, vor allem in Oberbayern und Oberfranken sowie München. In Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz hatten die Feuerwehren ebenfalls mit gefluteten Kellern und Straßen zu kämpfen. Außerdem gab es dort einen Erdrutsch.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 08. Juni 2018 um 11:00 Uhr.

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