Eine Radfahrerin fährt am 25.07.2017 in Göttingen (Niedersachsen) an der übergetretenen Flüthe, einem Nebenfluss der Leine, vorbei. | Bildquelle: dpa

Verregneter Sommer Dauerregen führt zu Unwetterwarnungen

Stand: 25.07.2017 12:16 Uhr

Das schlechte Wetter will einfach nicht weichen. Erneut gehen Teile Deutschlands in Stark- und Dauerregen unter. Und die Ausblicke verheißen nichts Gutes: Für Niedersachsen und Thüringen hat der DWD bereits Unwetterwarnungen ausgesprochen.

In vielen Teilen Deutschlands hat es erneut heftige Regenfälle gegeben. Vor allem in Niedersachsen und Thüringen mussten Feuerwehr und Technisches Hilfswerk Straßen sperren, Gebäude leerpumpen und Sandsäcke einsetzen. Besonders stark betroffen waren die Region Hannover und die Landstriche unmittelbar südlich davon.

Im Süden Niedersachsens und im Norden Thüringens sind laut Deutschen Wetterdienst innerhalb von 24 Stunden zwischen 50 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, punktuell sogar 100 Liter pro Quadratmeter - mehr als die übliche monatliche Niederschlagsmenge. Grund für den Dauerregen ist das Tief "Alfred", das sich langsam von Südpolen nach Norden verlagert.

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Verregneter Sommer

Verregneter Sommer: Mohnblume vor Regenwolken in Melle / Niedersachsen

Eine Mohnblume vor einer Gewitterfront in Niedersachsen. Erneut gehen weite Teile Deutschland im Dauerregen unter. | Bildquelle: dpa

Vollgelaufene Keller in Hildesheim

In Springe bei Hannover waren über 120 Feuerwehrleute und das Technische Hilfswerk über Stunden im Einsatz, nachdem ein Bach über die Ufer getreten war. Immer wieder mussten sie Keller auspumpen, weil das Wasser gleich wieder nachdrückte. In Hildesheim liefen in mehreren Stadtteilen Keller voll, Straßen waren nicht mehr passierbar.

In Sachsen-Anhalt stiegen wegen des Dauerregens die Wasserstände einiger Flüsse stark an. Für die Holtemme im Harz gilt an einem Pegel bereits die höchste Alarmstufe 4, wie die Hochwasservorhersagezentrale mitteilte. Demnach sind Flächen entlang des Gewässers bereits überflutet. Auch an anderen Flüssen im Harz rechnen die Experten mit steigenden Wasserständen. An größeren Flüssen wie Elbe und Saale herrschte zunächst keine Hochwassergefahr.

Höchste Unwetterwarnstufe für Thüringen

Am Vormittag sprach der DWD für weite Teile Thüringens die höchste Unwetterwarnstufe aus. Bis Mittwochabend bestehe die Gefahr von extrem ergiebigem Dauerregen der Stufe vier. Infolgedessen könne es an Bächen und kleineren Flüssen zu Hochwassern und Überflutungen von Straßen kommen. Auch Erdrutsche könnten auftreten.

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Dauerregen machte auch der Berliner U-Bahn Probleme: Zwei Linien konnten am Dienstagmorgen streckenweise nicht fahren.

Nach Auskunft des DWD wird es bis Mittwoch vielerorts in Deutschland weiter regnen. In weiten Teilen Ostdeutschlands soll das schlechte Wetter laut bisheriger Vorhersage bis in die Nacht zum Donnerstag weitergehen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 25. Juli 2017 um 07:05 Uhr.

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