Ein Unwetter nähert sich dem Ort Ebstorf (Niedersachsen) | Bildquelle: dpa

Hagel, Regen, Sturm Explosive Mischung am Himmel

Stand: 22.06.2017 21:32 Uhr

Gesperrte Bahnstrecken, umgestürzte Bäume: Das Unwetter, das über den Norden Deutschlands hinweggezogen ist, hat für Verwüstungen gesorgt. Ein Mann kam ums Leben. In Berlin wurde zeitweise der Flugverkehr eingeschränkt. Und es drohen weitere Gewitter.

Bei einem heftigen Sturm bis hin zu einem Tornado sind in Norddeutschland mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein 50-Jähriger wurde in der Nähe des niedersächsischen Uelzen in einem Auto von einem herabstürzenden Baum erschlagen. Im Kreis Gifhorn starb eine 83 Jahre alte Frau, als sie mit ihrem Auto in einen umgestürzten Baum fuhr. Orkanböen, heftiger Starkregen und Hagel wüteten und ließen zeitweise auch den Zugverkehr stillstehen. In Magdeburg gab es nach Angaben der städtischen Werke eine Reihe von Stromausfällen.

Gewitter, Hagel und Starkregen fordern ein Todesopfer in Norddeutschland
tagesschau 20:00 Uhr, 22.06.2017, Marie Marzahn, NDR

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Tornado über Hamburg

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtete, Meteorologen der Luftfahrtberatung hätten in Hamburg den typischen "Luftschlauch" eines Wirbelsturms gesichtet. Der DWD-Tornado-Beauftragte Andreas Friedrich sagte, es habe sich um einen schwachen und nur kurzlebigen Wirbel von wenigen Minuten mit wenig "Bodenkontakt" gehandelt. Verletzte habe es nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher. Jedoch seien Dächer abgedeckt und Bäume umgeknickt worden.

Durch das Unwetter ging für viele Bahnreisende nichts mehr: Umgestürzte Bäume legten beinahe alle ICE-Strecken im Norden lahm. Die Strecken von Hannover und Bremen nach Hamburg bleiben voraussichtlich bis zum Freitagmorgen gesperrt, wie die Bahn in Berlin mitteilte. In Hamburg, Hannover, Bremen und Kassel habe die Bahn Züge mit Schlafwagen bereitgestellt, damit gestrandete Fahrgäste die Nacht dort verbringen könnten. Wegen des Unwetters seien außerdem im Großraum Magdeburg mehrere Strecken gesperrt. Aktuelle Informationen finden Sie auf den Seiten der Deutschen Bahn.

Flugverkehr in Berlin betroffen

An den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel war der Flugverkehr zeitweise eingeschränkt. Einige Maschinen blieben wegen des heraufziehenden Unwetters am Boden, sagte ein Sprecher. Mittlerweile hat sich der Flugverkehr in Tegel wieder normalisiert, für Schönefeld gab es noch keine Entwarnung. Die Bodenabfertigung an beiden Airports war zwischenzeitlich eingestellt, wie ein Sprecher mitteilte.

Die Berliner Feuerwehr rief am Nachmittag den Ausnahmezustand für das Stadtgebiet aus und nahm zusätzlich freiwillige Feuerwehren in den Dienst.

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Unwetter in Norddeutschland

Ein Unwetter zieht über Hamburg hinweg

Über Norddeutschland ist ein schweres Unwetter hinweggezogen.

Wetterfrust für Musik-Fans

Das Konzert der US-Rockband Guns N' Roses auf dem Messegelände in Hannover musste wegen eines Unwetters unterbrochen werden. Die Konzertbesucher wurden in die benachbarten Messehallen gebeten.

Der Veranstalter des Musikfestivals "Hurricane" in Scheeßel bei Bremen bat anreisende Gäste, möglichst erst am Freitag zu kommen, denn der DWD warnt in der Region weiter vor schweren Gewittern.

Das heftige Unwetter führte auch zu Behinderungen auf den Autobahnen in Niedersachsen. Auf der A7 zwischen Hamburg und Hannover warnte die Verkehrsmanagementzentrale vor Gefahr durch umgestürzte Bäume. Betroffen war der Abschnitt zwischen Evendorf und Bispingen. Ein umgestürzter Baum bremste auch den Verkehr auf der A1 zwischen Hamburg und Bremen aus.

Es ist noch nicht vorbei

Nordrhein-Westfalen verzeichnet unterdessen den heißesten Tag des Jahres. Mindestens 37 Grad wurden in Köln gemessen. Auf die Hitze folgen nun orkanartige Böen, Hagel und Starkregen. Der Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung für das Bundesland herausgegeben.

Und auch im Norden und Osten scheint noch nicht alles überstanden: Die Gewitterzelle habe sich nochmals zu einem "extremen Bereich aufgeblasen", sagte der Meteorologe Andreas Friedrich vom DWD. Nun gilt für den Nordosten Deutschlands ein Tornadorisiko in den kommenden Stunden. In der Region um Dresden drohten Starkregen und Hagel, sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 140 Kilometern. Erst am Freitagmorgen sollen die Unwetter nachlassen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Juni 2017 um 14:00 Uhr.

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