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CSU-Chef appelliert an FDP

"Selbstbeschäftigung" muss enden

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer
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CSU-Chef Horst Seehofer strebt auch in der Zukunft eine Koalition mit der FDP an.

Angesichts der internen Querelen der FDP hat CSU-Chef Horst Seehofer die Liberalen aufgefordert, ihre "Selbstbeschäftigung" zu beenden. "Wenn man pausenlos über Strategien und Personal redet, kann sich der Erfolg nicht einstellen", sagte Seehofer der "Süddeutschen Zeitung". Die FDP-Spitze müsse endlich "zur Geschlossenheit finden", dann stünde die Partei auch besser da. Es gebe "in Deutschland ein Potenzial für die FDP, das deutlich über fünf Prozent liegt".

Seehofer sagte aber auch, Parteien bräuchten "authentische Persönlichkeiten", die Inhalte verkörperten. Niemand wähle ein gesichtsloses Firmenschild. Die CSU sei indes "eindeutig für die Fortsetzung der Koalition mit der FDP", aus seiner Partei schieße keiner gegen FDP-Chef Philipp Rösler.

Unions-Politiker kritisieren Streit in der FDP
tagesschau 15:00 Uhr, 07.01.2013, Oliver Köhr, ARD Berlin

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Bosbach: Parteichef "stützen" oder "stürzen"

Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), kritisierte den Umgang der FDP mit Rösler. Auch für die FDP gelte das alte Prinzip, einen Parteivorsitzenden entweder zu "stützen" oder zu "stürzen", sagte Bosbach der "Mitteldeutschen Zeitung". Der Umgang mit Rösler sei "nicht fair". Die FDP könne die "Quälerei nicht bis zur Bundestagswahl fortsetzen". In achteinhalb Monaten könne aber noch viel passieren.

Gabriel: FDP ist überflüssig

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel betrachtet die FDP nach ihrem Dreikönigstreffen als überflüssig. "Die FDP von heute will die Menschen den Märkten ausliefern. Sie ist in der Wahrheit illiberal und wird deshalb nicht mehr gebraucht, egal welche Person dort an der Spitze steht", sagte Gabriel der "Welt".

Dreikönigstreffen hat Führungsdebatte nicht beendet

Die FDP hatte die Führungsdiskussion trotz aller parteiinternen Aufrufe auch bei ihrem traditionellen Dreikönigstreffen nicht beenden können. Entwicklungsminister Dirk Niebel, der in den vergangenen Wochen mehrfach Kritik an Rösler geäußert hatte, beklagte in Stuttgart öffentlich das Erscheinungsbild der Partei. Zugleich forderte er eine rasche personelle Neuaufstellung für die Bundestagswahl. Rösler rief die Kritiker derweil zur Ordnung. Der Parteichef steht angesichts von Umfragewerten unterhalb der Fünf-Prozent-Marke zwei Wochen vor der Wahl in Niedersachsen unter erhöhtem Druck.

Stand: 07.01.2013 04:36 Uhr

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