Falkner mit einem Steinadler | Bildquelle: picture alliance / blickwinkel/D

UNESCO erweitert Liste Falknerei ist Weltkulturerbe

Stand: 01.12.2016 12:15 Uhr

Es gibt Weltkulturerbe aus Stein wie den Kölner Dom. Und dann gibt es immaterielles Kulturerbe. Die UNESCO hat gleich zwei Ideen aus Deutschland mit aufgenommen: Die Genossenschaftsidee und die Falknerei mit ihrer 3500 Jahre alten Tradition.

Die UNESCO hat nach der Genossenschaftsidee auch die Falknerei in Deutschland zum Weltkulturerbe ernannt. Das Komitee für Immaterielles Kulturerbe nahm insgesamt 17 traditionelle Fertigkeiten und Wissensformen neu in die "Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit" auf. Auch der Vorschlag mehrerer Länder, darunter Deutschland, die Falknerei aufzunehmen, wurde angenommen, wie die deutsche UNESCO-Kommission in Bonn mitteilte. Als ersten deutschen Beitrag hatte das Komitee bereits gestern die Idee und Praxis der Genossenschaft nominiert.

In der Erklärung hieß es, eine Genossenschaft sei eine freiwillige Vereinigung von Menschen mit gleichen Interessen, die individuelles Engagement und Selbstbewusstsein fördere. Eine Genossenschaft fördere soziale, kulturelle und ökonomische Partizipation. Im deutschen Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes steht die Falknerei ebenso wie die Genossenschaftsidee bereits seit 2014.

Belgische Bierkultur, Rumba und ein Stockkampf aus Ägypten

Zu den weiteren Neueinträgen gehören beispielsweise die belgische Bierkultur mit der lebendigen Braukultur und der Vielfalt der 1500 Biersorten. Auch der Tanz Rumba aus Kuba und ein traditioneller Stockkampf aus Ägypten stehen auf der Liste, die die Vielfalt des immateriellen Kulturerbes weltweit abbilden soll.

Der sogenannte zwischenstaatliche Ausschuss der UN-Kulturorganisation tagt noch bis Freitag in Addis Abeba. Er entscheidet jährlich über die Aufnahme neuer Kulturformen in die Liste des Immateriellen Kulturerbes.

Falknerei und Genossenschaftsidee sind UNESCO-Kulturerbe
B. Becker, WDR
01.12.2016 16:29 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandradio Kultur am 01. Dezember 2016 um 22:49 Uhr.

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