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[Bildunterschrift: Ab 2008 gibt es in Städten mit Umweltzone nur noch mit diesen Plaketten freie Fahrt in die Innenstadt. ]
Mehrere Städte haben im neuen Jahr Umweltzonen mit Fahrverboten für abgasreiche Wagen eingerichtet, um den Feinstaub in der Luft zu reduzieren. Damit dürfen nur noch Fahrzeuge mit Umweltplakette mitten in die Städte fahren - ohne zeitliche Einschränkungen und unabhängig von der aktuellen Luftbelastung. Wer ohne Aufkleber in einer Umweltzone erwischt wird, muss 40 Euro zahlen und erhält einen Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg.
Den Anfang bei der Einführung der Umweltzonen machen Berlin, Hannover und Köln. Seit Neujahr gibt es dort im Innenstadtbereich Umweltzonen. Stuttgart, Leonberg, Ludwigsburg, Mannheim, Reutlingen, Schwäbisch Gmünd und Tübingen folgen am 1. März 2008. Weitere Städte wollen die Umweltzonen spätestens 2010 einführen. Im Laufe der Jahre wollen die Städte dann sukzessive den Zugang einschränken, so dass letztlich nur noch Autos mit einer grünen Plakette in den Umweltzonen fahren dürfen.
Von den Umweltzonen erwarten Umweltpolitiker eine deutliche Senkung der gesundheitsschädigenden Feinstaubbelastung an den Hauptstraßen. Sie hoffen, auf diesem Wege die EU-Grenzwerte von höchstens 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft einhalten zu können. Dieser Wert darf maximal an 35 Tagen im Jahr überschritten werden.
Wo gibt es ab wann Umweltzonen?ab Januar 2008Berlin
Hannover
Kölnab März 2008Ilsfeld
Leonberg
Ludwigsburg
Mannheim
Reutlingen
Schwäbisch-Gmünd
Stuttgart
Tübingenspätestens ab
Oktober 2008München
(frühestmöglicher Termin geplant)ab Januar 2010Freiburg im Breisgau
Heidelberg
Karlsruhe
Mühlacker
Pforzheim
Pleidelsheim (evtl. schon 07/2008)geplant, Termin offenAugsburg
Neu-Ulm
Schlechte Karten für alte "Dreckschleudern"
Die Schadstoffplaketten sind für fünf bis zehn Euro beispielsweise bei den Sachverständigenorganisationen wie GTÜ, Dekra oder TÜV sowie Zulassungsstellen und auch in vielen Kfz-Betrieben erhältlich. Die Aufkleber sind farblich nach Schadstoffgruppen gestaffelt: von grün für die saubersten Wagen ab der Abgasnorm Euro 4 über gelb für Euro 3 bis zu rot für Autos, die nur die Normen Euro 2 und Euro 1 erfüllen. Keine Plakette zugeteilt bekommen alle Fahrzeuge der sogenannten Schadstoffklasse 1.
Auch sonst regeln die Städte die Ausnahmen unterschiedlich: So sind in Hannover beispielsweise Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen im ersten Jahr von der Plakettenpflicht befreit. In Köln gelten für Anwohner und Handwerker Übergangsregeln.
Das Umweltbundesamt hat ausführliche Informationen über die jeweiligen Regelungen in den einzelnen Städten zusammengetragen. Dort gibt es auch Karten, die den Verlauf der Umweltzonen zeigen.
Belastung 2007 gesunken, aber weiter zu hoch
[Bildunterschrift: Diesel-Autos ohne Rußfilter stehen besonders im Visier beim Kampf gegen den Feinstaub. ]
Die Belastung mit Feinstaub lag im Jahresschnitt 2007 in vielen Großstädten wieder über dem zulässigen Grenzwert - aber deutlich unter dem Niveau der Vorjahre. Als Ursache für den Rückgang vermuteten die Landesumweltministerien in einer Umfrage der dpa vor allem Wettereinflüsse. Aber auch auf die zunehmende Ausrüstung von Dieselautos mit Rußfiltern und die sinkende Zahl alter "Stinker"-Autos wurde verwiesen.
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