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Soziale Proteste in vielen deutschen Städten

40.000 fordern gerechtere Steuern

In mehr als 40 deutschen Städten sind am Samstag Menschen für eine gerechtere Steuerpolitik auf die Straße gegangen. Die Veranstalter zählten bundesweit rund 40.000 Teilnehmer. Zu den Demonstrationen hatte ein Bündnis aus Sozialverbänden und Gewerkschaften aufgerufen. Unter dem Motto "Umfairteilen" setzten sich die Teilnehmer für die Einführung einer Vermögenssteuer, Schuldenabbau und eine wirksame Bekämpfung von Steuerflucht ein.

Ein Demonstrant hält ein Plakat mit der Aufschrift "Die fetten Jahre sind vorbei" in die Höhe.
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"Die fetten Jahre sind vorbei": Auch in Frankfurt am Main fordern Demonstranten die Einführung einer Vermögenssteuer.

Tausende Teilnehmer in Großstädten

Unterstützt wurden die Aktionen unter anderem von den Grünen, den Linken, der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Umweltorganisation Naturfreunde. In Berlin zogen nach Veranstalterangaben 5.000 Menschen vom Potsdamer zum Alexanderplatz, unter ihnen Vertreter der Linken-Parteispitze wie Gregor Gysi und Gesine Lötzsch.

In Bochum kamen laut Polizeiangaben rund 4.000, in Köln rund 1.800 Teilnehmer zusammen. In Hamburg waren es laut Veranstaltern rund 7000 Demonstranten, viele von ihnen bildeten laut Polizei eine Menschenkette in der Nähe des Rathauses. Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund warnte in einer Rede vor einer "Gettoisierung" der Stadt. Er sprach von "Beton-Gettos der Ausgegrenzten", die nicht nur wirtschaftlich arm, sondern auch ausgeschlossen von gesellschaftlicher Teilhabe seien.

40.000 demonstrieren für gerechtere Steuern
tagesthemen 21:50 Uhr, 29.09.2012, Ingo Nathusius, HR

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In Frankfurt, wo rund 5.000 Menschen auf die Straßen gingen, forderte ver.di-Chef Frank Bsirske, dass die Vermögenden stärker bei der Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise zur Kasse gebeten werden. Die Steuerzahler hätten die Rettungsschirme bezahlt und damit die Vermögen der Reichen überhaupt erst gesichert. "Es ist an der Zeit, dass diejenigen, die davon profitiert haben, jetzt auch ihren Beitrag leisten", sagte Bsirske.

Roth fürchtet "deutlichen Schaden für Gemeinwesen"

Grünen-Chefin Claudia Roth sagte anlässlich der Demonstrationen, "unser Gemeinwesen nimmt deutlichen Schaden, wenn wir nicht bald umsteuern". Immer mehr Menschen würden abgehängt, während die Gruppe der Reichen nicht ausreichend in die Verantwortung für das Gemeinwohl genommen werde.

Stand: 29.09.2012 23:05 Uhr

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