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Steinmeier nach Trump-Sieg "Nicht wie Kaninchen auf die Schlange starren"

Stand: 09.11.2016 22:00 Uhr

Außenminister Steinmeier hat sich zurückhaltend über Trump geäußert. Bisher wisse man zu wenig darüber, was er wolle. Dass der künftige US-Präsident wie angekündigt einen Anti-NATO-Kurs fahre, glaube er jedoch nicht. Kanzlerin Merkel reichte Trump die Hand - unter Vorbehalt.

Freundentränen wurden in Berlin nach dem Sieg von Donald Trump nicht vergossen. In der Bundesregierung reichte die Reaktion von Fassunglosigkeit bis zu vorsichtigem Händereichen.

Ungewohnt deutlich gab Außenminister Frank-Walter Steinmeier im ARD-Brennpunkt zu, dass das "Wahlergebnis anders ist, als es sich die meisten Deutschen gewünscht hätten". Seine Vorbehalte begründete er damit, dass über Trumps außenpolitische Pläne bisher wenig bekannt sei: "Dazu hat Donald Trump relativ wenig von sich preisgegeben", sagte er.

Frank-Walter Steinmeier, SPD, über die Herausforderungen des Präsidenten Trump
Brennpunkt 20:15 Uhr

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Bisher keine Kontakte mit Trump-Lager

Ungewöhnlich sei gewesen, dass Trumps Berater bisher in Europa kaum in Erscheinung getreten seien. Normalerweise würden die Vertrauten der US-Präsidentschaftskandidaten vor der Wahl bei den Verbündeten vorstellig, um grobe politische Linien bekannt zu machen. Derzeit hätten jedoch selbst erfahrene Experten wie der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger kaum eine Vorstellung von dem, was Trump als US-Präsident plane. Dass den "abschätzigen Bemerkungen" über die NATO Taten folgen - davon geht Steinmeier jedoch nicht aus.

Der SPD-Politiker verwies auf die eigenen deutschen Werte. Deshalb sollten wir "nicht wie das Kaninchen auf die Schlange starren, sondern darauf schauen, wo wir stehen", sagte Steinmeier. Zwar habe Deutschland den Amerikanern viel zu verdanken, aber "wir sind nicht in jeder Hinsicht gleich, wir haben eine eigene politische Kultur", betonte er.

Konsequenzen für Deutschland und Europa
tagesthemen 22:15 Uhr, 09.11.2016, Matthias Deiß, ARD Berlin

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Merkel bietet Trump Zusammenarbeit an

In einer ersten Reaktion war Merkel zuvor auf Trump zugegangen. Sie bot dem neuen US-Präsidenten eine enge Zusammenarbeit an, formulierte dafür aber Bedingungen. Sie nannte Demokratie, Freiheit, den Respekt vor dem Recht und der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung als Bedingung für die künftige Zusammenarbeit.

"Vorreiter einer neuen autoritären und chauvinistischen Internationalen"

Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel fürchtet dagegen negative Folgen für die politische Entwicklung in Deutschland und Europa. Er bezeichnete Trump als "Vorreiter einer neuen autoritären und chauvinistischen Internationalen". Der Republikaner wolle ein "Rollback in die alten, schlechten Zeiten", sagte der Wirtschaftsminister der Funke Mediengruppe.

Kabinettskollegin und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sprach in der ARD von einem schweren Schock. Doch Trump wisse auch, dass dies nicht eine Wahl für ihn sei, sondern gegen Washington, gegen das Establishment.

Über dieses Thema berichtete der ARD-Brennpunkt am 09. November 2016 um 20:15 Uhr.

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