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Juristischer Streit um Papst-Titelbild

Vatikan sagt Prozess gegen "Titanic" ab

Oberer Teil des Titelbildes der Juli-Ausgabe der Zeitschrift "Titanic"
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Titelbild der Juli-Ausgabe der Zeitschrift "Titanic"

Die juristische Auseinandersetzung zwischen dem Papst und dem Satiremagazin "Titanic" ist beendet - zumindest vorerst. Einen Tag vor dem Prozess um das Verbot eines Papst-Titelbildes hat die katholische Kirche die einstweilige Verfügung gegen das Magazin zurückgezogen. "Nach eingehenden Beratungen ist der Heilige Stuhl zur Entscheidung gelangt, eine Rücknahme des Antrags auf einstweilige Verfügung gegen den Titanic Verlag zu veranlassen" teilte die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn mit. "Zugleich werden weitere rechtliche Maßnahmen geprüft, um Angriffen auf die Würde des Papstes und der katholischen Kirche wirksam zu begegnen."

Titelbild mit "undichtem" Papst

Auslöser des Rechtsstreits war das "Titanic"-Titelbild im Juli. Zu sehen war Papst Benedikt XVI. von vorn und hinten gezeigt - einmal mit gelbem, einmal mit braunem Fleck auf der Soutane. Die Überschrift lautete mit Anspielung auf die Enthüllungsaffäre im Vatikan: "Halleluja im Vatikan - Die undichte Stelle ist gefunden!"

Die katholische Kirche fand das gar nicht lustig - und intervenierte. Die Pressekammer am Hamburger Landgericht untersagte den Titel mit einer einstweiligen Verfügung. Dagegen legte der "Titanic"-Verlag Widerspruch ein, über den nun verhandelt werden sollte.

"Titanic" geht als Sieger vom Platz

Da die Verhandlung nun ausfällt, kann sich der "Titanic"-Verlag als Sieger der Auseinandersetzung fühlen. Die umstrittene Juli-Ausgabe darf nun wieder verkauft werden. "Wir sind begeistert und feiern schon", sagte Chefredakteur Leo Fischer.

Stand: 30.08.2012 17:01 Uhr

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