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[Bildunterschrift: Neues Problem für die Telekom: Millionen Kundendaten bei T-Mobile entwendet. ]
Bei der Deutschen Telekom ist ein Datenklau in gigantischem Ausmaß aufgeflogen. Der Mobilfunksparte T-Mobile wurden mehr als 17 Millionen Kundenstammdaten entwendet, teilte der Konzern in Bonn mit und bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Der Diebstahl habe sich bereits im Jahr 2006 ereignet. T-Mobile hatte damals nach eigenen Angaben rund 30,7 Millionen Kunden (Stand September 2006). Sowohl Prepaid-Kunden als auch Kunden mit Vertrag seien betroffen.
Das Unternehmen erklärte, auch wenn die Öffentlichkeit damals nicht informiert worden sei, sei doch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden. "Recherchen im Internet und in Datenbörsen ergaben über Monate keine Anhaltspunkte, dass die Daten im Schwarzmarkt weitergegeben oder angeboten wurden. Deshalb ging der Konzern davon aus, dass keine Weitergabe der Daten erfolgte", berichtete ein Telekom-Sprecher.
[Bildunterschrift: Telekom-Vorstandschef Obermann war 2006 noch Chef von T-Mobile. ]
T-Mobile wurde laut "Spiegel" Ende 2006 unabhängig voneinander von zwei Geschäftsleuten kontaktiert, die auf die im Internet angebotenen Datensätze hinwiesen. Interne Ermittlungen des Unternehmens ergaben demnach schnell, dass T-Mobile-Kunden betroffen waren. T-Mobile stellte daraufhin Strafanzeige - zunächst gegen den mutmaßlichen Anbieter der Daten. Später wurden laut "Spiegel" auch zwei T-Mobile-Mitarbeiter angezeigt und entlassen. Trotz mehrerer Hausdurchsuchungen, bei denen Datenträger sichergestellt wurden, seien aber die Diebe und die Hintermänner nicht gefunden worden, schreibt der "Spiegel" weiter.
"Dass dieser Fall aus 2006 uns erneut beschäftigt, trifft uns sehr. Wir gingen bisher davon aus, dass diese Daten im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in vollem Umfang sichergestellt wurden“, sagte Philipp Humm, Geschäftsführer T-Mobile Deutschland. Bundestagsvizepräsident Petra Pau ("Die Linke") kritisierte diese Informationspolitik der Telekom.
T-Mobile betonte, dass die Datensätze keine Bankverbindungen, Kreditkartennummern oder Verbindungsdaten enthalten. Jedoch seien neben Name und Anschrift die Mobilfunknummer, teils das Geburtsdatum und in einigen Fällen auch die E-Mail-Adresse in den Datensätzen zu finden, so die Telekom.
Unter den Daten finden sich laut "Spiegel" nicht nur die Kundeninformationen vieler Prominente aus Kultur und Gesellschaft wie Hape Kerkeling oder Günther Jauch, sondern auch eine große Anzahl geheimer Nummern und Privatadressen von bekannten Politikern, Ministern, Ex-Bundespräsidenten, Wirtschaftsführern, Milliardären und Glaubensvertretern, für die eine Verbreitung ihrer Kontaktdaten in kriminellen Kreisen eine Bedrohung ihrer Sicherheit darstellen würde. T-Mobile sind nach eigenen Angaben noch keine Geschädigten bekannt: "Wir haben weder aus unseren Servicebereichen noch sonst Hinweise, dass diese Daten zum Nachteil unserer Kunden genutzt wurden", sagt Humm: "Trotzdem möchten wir betonen, dass wir seit 2006 die Sicherheitsmechanismen deutlich erhöht haben."
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