Peter Tauber | Bildquelle: dpa

Ex-CDU-Generalsekretär Tauber geht zu von der Leyen

Stand: 11.03.2018 01:33 Uhr

Der ehemalige CDU-Generalsekretär Tauber soll Medienberichten zufolge Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium werden. In dem Ressort warten schwierige Aufgaben auf ihn.

Der ehemalige CDU-Generalsekretär Peter Tauber soll Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium werden. Der 43-Jährige wird nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa nach der Regierungsbildung ins Haus von Ministerin Ursula von der Leyen wechseln. Zuerst hatten die "Bild am Sonntag" und die "Rheinische Post" über die Personalie berichtet. Der 43-Jährige wollte sich demnach nicht dazu äußern.

Peter Tauber, Angela Merkel, Annegret Kramp-Karrenbauer | Bildquelle: REUTERS
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Im Februar gab Peter Tauber das Amt des CDU-Generalsekretärs ab. Seine Nachfolgerin wurde Annegret Kramp-Karrenbauer.

Bei konservativen Christdemokraten eckte er an

Tauber ist Oberleutnant der Reserve und nahm in seiner Zeit als Generalsekretär mehrfach an Wehrübungen teil. Er war seit Dezember 2013 Parteimanager. Mitte Februar hatte er seinen Rückzug erklärt. Zu seiner Nachfolgerin wählte ein CDU-Parteitag die frühere saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Momentan erholt sich Tauber von einer Darmoperation.

Während seiner Amtszeit brachte Tauber eine Parteireform auf den Weg und besuchte in jedem Amtsjahr mehr als 100 Kreisverbände. Er bemühte sich auch um Migranten als CDU-Zielgruppe. Sehr Konservativen in der CDU war der Historiker ein Dorn im Auge. Anfang 2015 stieß er gegen breitere Widerstände in der Partei eine Debatte über ein Einwanderungsgesetz an. Andere hielten ihm auch wegen des Slogans "Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben" einen misslungenen Wahlkampf und Mitverantwortung für das schlechtestes CDU-Ergebnis seit 1949 bei der Bundestagswahl vor. 

Zahlreiche Probleme bei der Bundeswehr

Im Verteidigungsministerium warten schwierige Aufgaben auf Tauber. Die Probleme der Bundeswehr sind zahlreich. Laut dem jüngsten Bericht zur Einsatzbereitschaft der Truppe waren von 128 "Eurofighter"-Kampfjets 2017 im Schnitt nur 39 einsatzbereit, von 52 "Tiger"-Hubschraubern nur zwölf und von 58 NH90-Transporthubschraubern nur 13.

Verteidigungsministerin von der Leyen nutzte zuletzt die Misere, um für eine weitere Erhöhung der Verteidigungsausgaben zu werben. "Modernisierung braucht Zeit und Geld", sagte sie. Erwartet wird, dass an diesem Sonntag noch weitere Vorentscheidungen für Staatssekretärsposten in den Bundesministerien bekannt werden. Am Montag wollen Union und SPD ihren Koalitionsvertrag unterschreiben. Am Mittwoch soll zuerst Kanzlerin Angela Merkel erneut vereidigt werden, danach auch die Bundesminister.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 11. März 2018 um 06:00 Uhr.

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