Nur hinter Wolken erscheint der "Supermond" über der Skyline von Frankfurt am Main. | Bildquelle: dpa

Schlechte Sicht auf Himmelsspektakel Wolken stehlen "Supermond" die Show

Stand: 14.11.2016 22:15 Uhr

So nah ... und doch unsichtbar - vor allem im Nordwesten war wegen Wolken und Hochnebel der "Supermond" kaum zu erspähen. Drei Stunden lang war der Mond in extremer Erdnähe. Die nächste Annäherung dieser Art findet in dreieinhalb Jahren statt.

In weiten Teilen Deutschlands war vom "Supermond" nicht viel zu sehen. Wolken oder im Süden auch Hochnebel verdeckten das Himmelsschauspiel am Abend. Am besten war der Vollmond zunächst noch in der Südhälfte Brandenburgs, in Sachsen, in Teilen Thüringens, Bayerns und Baden-Württembergs zu sehen.

"Supermond" über Deutschland
14.11.2016

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Über Nacht zieht die Wolkendecke komplett zu

Wolken sollen aber laut Deutschem Wetterdienst im Laufe der Nacht zum Dienstag von Nordwesten her über ganz Deutschland ziehen. Am längsten sollte der Mond noch in der Lausitz sowie im Südosten Bayerns zu sehen sein. Am Sonntagabend hatten Spaziergänger in vielen Regionen Deutschlands noch freie Sicht auf den derzeit besonders groß und hell wirkenden Erdtrabanten gehabt.

Der "Supermond" geht in Nürnberg hinter der Kaiserburg auf. | Bildquelle: dpa
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Unverstellte Sicht in Nürnberg: Der "Supermond" geht hinter der Kaiserburg auf.

Exakt um 14.52 Uhr war am Montag die Vollmondphase eingetreten. Drei Stunden zuvor war der Mond mit 356.509 Kilometern Distanz in extreme Erdnähe gekommen. Erst am 7. April 2020 wird unser Nachbar der Erde mit 356.907 Kilometern ähnlich nahe sein. Der derzeitige Supermond ist nach Auskunft von Björn Voss, Leiter des Planetariums in Münster, rund sieben Prozent größer als es im Durchschnitt der Fall ist.

Was ist ein "Supermond"?
14.11.2016

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Groß wie eine 2-Euro-Münze

Die Bahn des Mondes ist elliptisch. "Er ist nie gleich groß", sagt Voss. Ein Beispiel: Werde der kleinste Mond mit einer 1-Euro-Münze verglichen, so entspräche der größte in etwa einem 2-Euro-Stück. Die dunklen Bereiche als auffälliges Merkmal des Erdtrabanten seien "Mondmeere", so Voss. Es handele sich aber nicht um Gewässer oder gebirgige Bereiche, sondern um dunkles Gestein wie etwa Basalt. Die Erhebungen des Mondes seien die hellen Regionen.

Die alltägliche Mondtäuschung

Ein kleiner Trost für alle, die den "Supermond" verpasst haben: Bei jedem Mondaufgang erscheint die Scheibe des Erdtrabanten riesig - was aber nichts mit dem "Supermond" zu tun hat, sondern mit dem Phänomen der Mondtäuschung. Warum der Mond in Horizontnähe stets deutlich größer erscheint als hoch am Himmel, ist noch nicht abschließend geklärt. Sicher ist aber, dass es sich um eine optische Täuschung handelt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. November 2016 um 04:41 Uhr.

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