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29.05.2012

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"Stuxnet" aus deutschen Anlagen entfernt
Computer-Virus für Siemens-Steuerungen

"Stuxnet" aus deutschen Anlagen entfernt

Stuxnet [Bildunterschrift: Treiber-Komponente von "Stuxnet". Das Virus war laut Experten nur mit großem Aufwand zu entwickeln. ]
Anders als bisher bekannt, hat das Computer-Virus "Stuxnet" vor allem deutsche Industrieanlagen befallen. Wie der Siemens-Konzern auf Anfrage der "Süddeutschen Zeitung" mitteilte, haben weltweit 15 Kunden den Schädling in ihren Anlagen entdeckt und an Siemens gemeldet. Fünf dieser Kunden haben demnach ihren Firmensitz in Deutschland, die übrigen zehn in anderen Ländern Westeuropas, den USA und Asien.

Siemens bestätigte, dass unter den befallenen Anlagen Kraftwerke, chemische Fabriken und industrielle Produktionsanlagen gewesen seien. In allen Fällen hätten die Betreiber das Virus entdeckt und mit Hilfe von Siemens entfernt. Keine der Anlagen habe sich selbständig gemacht oder sei zum Stillstand gekommen, erklärte das Unternehmen.

Schädling beeinflusst Funktionen in Siemens-Steuerungen

In den vergangenen Tagen und Wochen hatten verschiedene Anti-Virus-Firmen berichtet, Tausende oder gar mehrere Millionen Rechner weltweit seien betroffen. Auf einem PC aber kann das Virus keinen Schaden anrichten, es ist überdies mit aktuellen Virenschutzprogrammen meist leicht zu entfernen.

Das Ziel von "Stuxnet" sind Anlagen oder industrielle Prozesse. Der Computer-Schädling dringt in Siemens-Steuerungen ein und sucht dann eine spezifische Funktion, die er beeinflussen soll. Noch immer unklar ist, auf welche Funktion das Virus genau zielt. In den Anlagen, die Siemens gemeldet wurden, konnte das Virus seine schädliche Wirkung offenbar nicht entfalten.

Herkunft von "Stuxnet" weiter ungeklärt

Bei der Suche nach den Urhebern des Computerwurms "Stuxnet" führt einem Bericht der "New York Times" zufolge möglicherweise eine Spur nach Israel. Wie die Zeitung berichtete, trägt eine Datei im Code von "Stuxnet" unter anderem den Namen "Myrtus". Das könnte eine Anspielung auf den hebräischen Namen für das Buch Esther im Alten Testament sein, in dem es um die mit den Persern verfeindeten Juden geht. Es könne sich bei dem Codenamen aber auch um eine bewusst gelegte falsche Fährte handeln, berichtete die "NYT".

Stand: 02.10.2010 03:56 Uhr
 

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