Mitarbeiter der Deutschen Bahn beginnen mit den Aufräumarbeiten am alten Bahnhofsgebäude am Hauptbahnhof in Münster | Bildquelle: dpa

Schwere Sturmschäden "Friederike" kostet rund eine Milliarde Euro

Stand: 25.01.2018 13:36 Uhr

Der Wintersturm "Friederike" hat größere Schäden angerichtet als zunächst angenommen. Die Kosten belaufen sich auf rund eine Milliarde Euro, so der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft.

Der Orkan "Friederike" hat vor einer Woche in Deutschland deutlich höhere Schäden angerichtet als zunächst angenommen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bezifferte das versicherte Schadensvolumen aktuell auf rund eine Milliarde Euro.

Von der Summe entfallen 900 Millionen Euro auf Sachschäden etwa an Gebäuden sowie 100 Millionen Euro auf Schäden an Kraftfahrzeugen, wie der GDV mitteilte. In einer ersten Schätzung nach dem Sturm hatte der Verband noch von Schäden in Höhe von 500 Millionen Euro gesprochen.

Zweitschwerste Wintersturm seit 1997

Die Orkanböen des Sturmtiefs deckten Dächer ab, rissen zahlreiche Bäume um und ließen Autofahrer von Straßen abkommen. Es gab mehrere Tote. Die Bahn stoppte bundesweit den Fernverkehr.

Laut GDV hat "Friederike" als der zweitschwerste Wintersturm seit 1997 zu gelten - zumindest was die Kosten der Schäden angeht. Die Liste wird noch immer von "Kyrill" angeführt. Dieser Orkan schlug 2007 mit mehr als zwei Milliarden Euro Versicherungsschaden zu Buche.

1/17

Orkan "Friederike" fegt über Deutschland hinweg

Orkan Friederike in Sachsen

Von West nach Ost fegte der Orkan "Friederike" am Donnerstag über Deutschland hinweg und schlug eine Schneise der Verwüstung, hier in Leipzig in Sachsen. Insgesamt kamen in Deutschland acht Menschen ums Leben. | Bildquelle: ZB

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 25. Januar 2018 um 11:15 Uhr und 12:15 Uhr jeweils in den Nachrichten sowie um 14:41 Uhr in der Wirtschaft.

Darstellung: