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29.05.2012

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Inland
Sturmtief "Ulli" reißt Hunderte Bäume um
Unwetter in Deutschland

Sturmtief "Ulli" liefert Vorgeschmack auf "Andrea"

Ein Mann geht an der stürmischen Nordseeküste spazieren (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Dem Sturm die Stirn bieten - gute Gelegenheit an der Nordseeküste in St. Peter-Ording. ]
Mit orkanartigen Böen und viel Regen hat der erste Sturm des Jahres in Deutschland gewütet. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, Ziegel flogen von den Dächern, Lastwagen und Anhänger kippten um. Für die Einsatzkräfte war es eine unruhige Nacht. Ihren Angaben zufolge blieb es aber zumeist bei Sachschäden.

Im ganzen Norden mussten Polizei und Feuerwehr immer wieder zu Einsätzen ausrücken. In den Höhenlagen des Harzes tobte Sturmtief "Ulli" am stärksten. Am Brocken wurden Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern gemessen. Für die Nordsee hatte der Wetterdienst eine Sturmflutwarnung herausgegeben. Der Fährverkehr zu den Inseln wurde eingestellt. Zahlreiche Straßen waren wegen umgestürzter Bäume blockiert. In Niedersachsen meldete die Polizei zwei tödliche Unfälle, die möglicherweise in Verbindung mit dem Sturm stehen. Weitere Informationen finden Sie bei ndr.de.

Während Bremen von Sturmtif "Ulli" weitgehend verschont blieb, wie Radio Bremen meldet, waren die Einsatzkräfte im Harz, im Thüringer Wald und in Südwestsachsen nahezu pausenlos im Einsatz. Sie mussten vor allem umgestürzte Bäume wegräumen. Im Salzlandkreis fiel der Strom aus. Verletzt wurde niemand, berichtet mdr.de.

Ohne größere Schäden kam auch Baden-Württemberg davon. Wie in den anderen Bundesländern meldete die Polizei auch hier, dass viele Bäume entwurzelt wurden. Vereinzelt kam es zu sturmbedingten Unfällen. Ausführlich berichtet swr.de darüber.

NRW: 290 Menschen aus Regionalzug befreit

Ein umgestürzter Baum liegt auf einem Auto (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Immer wieder wurden die Einsatzkräfte gerufen, weil umgestürzte Bäume Autos zerschmetterten oder Straßen blockierten. ]
Auch Nordrhein-Westfalen wurde kräftig durchgeschüttelt. Laut Deutschem Wetterdienst zog "Ulli" mit Windböen zwischen 85 und 100 Kilometern pro Stunde durchs Land. Wind und Regen machten den Autofahrern fast überall zu schaffen. Auf der A 44 bei Bad Wünnenberg warf der Sturm den unbeladenen Anhänger eines fahrenden Lastzugs um. Für die Bergung war die Bahn fast zwei Stunden lang gesperrt. In Ennepetal (Ennepe-Ruhr-Kreis) wurden am Dienstagabend rund 290 Menschen aus einem Regionalzug befreit, nachdem ein umgestürzter Baum das Gleis versperrt und eine Weiterfahrt unmöglich gemacht hatte. Lesen Sie mehr bei wdr.de.

In Hessen wurden drei Menschen verletzt, als ein Baum auf ihr fahrendes Auto krachte. Bei Korbach drückte eine Orkanböe einen mit 15 Tonnen Farbe und Putz beladenen Lastwagen von der Fahrbahn. Der Laster kippte um, der Fahrer wurde verletzt. Außer diesen Unfällen blieb es auch in Hessen bei Sachschäden. Schon gegen Mitternacht hatte der Sturm nachgelassen, berichtet hr-online.

"Andrea" wird heftiger

Starke Stürme seien typisch für warme Winter, sagt Meteorologe Günther Hamm vom deutschen Wetterdienst in Essen. Die Luftdruckgegensätze seien dann besonders stark ausgeprägt. Auch heute wird es sehr windig bleiben, denn schon morgen, am Donnerstag, erwarten die Meteorologen den nächsten schweren Sturm. Er wird "Andrea" heißen, soll Graupel und Gewitter mitbringen und deutlich heftiger ausfallen als "Ulli".

Ein massiver Kälteeinbruch sei jedoch nicht in Sicht, so Hamm. Deshalb müssen sich Allergiker auch auf eine sechs Wochen früher beginnende Heuschnupfenzeit einstellen. Erste Hasel-Pollen flögen bereits.

Stand: 04.01.2012 09:43 Uhr
 

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