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[Bildunterschrift: Nicht jeder Schirm hielt dem Sturm stand. ]
Windböen teils mit Orkanstärke sind gestern Abend und in der Nacht über Teile Deutschlands hinweggezogen. Tief "Ludwig" führte in Hessen zu zahlreichen Sturmschäden. Die Sachschäden blieben nach Polizeiangaben meist aber gering, verletzt wurde niemand. Die heftigen Böen rissen zahlreiche Bäume um und wehten Dachziegel von den Häusern. Im Frankfurter Stadtteil Fechenheim stürzte die Giebelwand einer leerstehenden Scheune um (Mehr dazu bei hr-online).
In der Nähe von Krefeld stürzte ein Baum auf die Oberleitung einer Bahnstrecke, wenige Augenblicke nachdem ein Regionalexpress die Stelle passiert hatte. Der Baum fing Feuer, die rund 150 Fahrgäste mussten fast zwei Stunden ausharren, ehe der Zug seine Fahrt fortsetzen konnte. (Mehr dazu beim wdr).
Auch in anderen Teilen der Republik wurden Bäume umgeknickt, starker Regen überflutete Keller und Straßen. In Hamburg musste die Feuerwehr knapp 100 Mal bis in die frühen Morgenstunden ausrücken, vor allem, um verstopfte Abflüsse freizuräumen. Auf der Autobahn 23 musste die Feuerwehr nach Dauerregen zudem eine große Pfütze absichern, in der sich zuvor ein Auto überschlagen hatte.
Besonders prekär entwickelte sich die Lage auf einer Baustelle in der City neben dem Opernhaus. Hier drohte die Baugrube zu überfluten. Gemeinsam mit Kräften des Technischen Hilfswerks verbauten die Einsatzkräfte 30 Paletten Sandsäcke und fast 50 Kubikmeter Kies, um die Fluten zu stoppen und den Bau zu retten.
In Thüringen war auf der A 71 in den Morgenstunden an der Abfahrt Gräfenroda (Ilm-Kreis) eine Schlammlawine auf die Fahrbahn niedergangen. Rund 30 Kubikmeter Erde verschmutzten die Fahrbahn so stark, dass ein Auto steckenblieb, sagte ein Polizeisprecher. Während der Reinigungsarbeiten musste die Abfahrt für rund zweieinhalb Stunden gesperrt werden.
Windig blieb es zunächst. Der Höhepunkt des Sturms ist nach Angaben von Meteorologen aber überstanden.
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