Reisende steigen am 07.10.2017 in Hamburg im Hauptbahnhof in einen ICE nach Berlin ein.  | Bildquelle: dpa

"Xavier" und die Schäden Bahnverkehr läuft nur langsam wieder an

Stand: 07.10.2017 17:26 Uhr

Durch die vom Sturmtief "Xavier" angerichteten Schäden ist der Bahnverkehr weiterhin stark eingeschränkt. Die ersten Züge zwischen Berlin und Hannover fahren seit dem Nachmittag wieder. Fahrgäste kritisieren vor allem die Kommunikation der Deutschen Bahn.

Nach dem verheerenden Sturm "Xavier" im Norden und Nordosten Deutschlands, bei dem acht Menschen ums Leben kamen, befährt die Bahn die Strecke Berlin-Hannover seit dem Nachmittag wieder. Wegen Umleitungen über Braunschweig kam es aber noch zu erheblichen Verspätungen. Ursprünglich sollte die Verbindung bereits seit dem Morgen wieder aufgenommen werden.

Die Strecke Hannover-Hamburg ist nach Angaben der Deutschen Bahn seit Mittag wieder befahrbar. Zugreisende müssten aber auch dann noch mit Verzögerungen und Einschränkungen rechnen. Auch zwischen Berlin und Dresden fahren Züge wieder.

Wenige Züge mit noch wenigeren Sitzplätzen

Größere Probleme gibt es nach wie vor zwischen Berlin und Hamburg - diese Verbindung soll erst ab Montag wieder freigegeben werden, wie der Konzern mitteilte. Momentan müssen Fahrgäste einen etwa einstündigen Umweg über Uelzen in Kauf nehmen. Die Strecke Leer-Oldenburg-Bremen soll erst am Mittwoch wieder geöffnet werden.

Reisenden zwischen Hamburg und Dortmund empfiehlt die Deutsche Bahn eine Verbindung über Hannover mit Umstieg. Auf den befahrbaren Strecken ist das Sitzplatzangebot stark einschränkt.

Ein Problem sind umgeknickte Oberleitungsmasten. So seien die Leitungen auf der Strecke Berlin-Hamburg auf sechs Kilometern Länge massiv beschädigt, erklärte eine Unternehmenssprecherin.

Kritik an der Kommunikation der Bahn wächst

Viele Fahrgäste bemängeln fehlende Informationen der Bahn. Auch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft bezeichnete die Kommunikation als mangelhaft. "Wir leben in einem Zeitalter von Apps und digitaler Information, und doch ist das Unternehmen Deutsche Bahn nicht in der Lage, seine Kunden ausreichend zu informieren", kritisierte der stellvertretende Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel in Frankfurt am Main. Ähnlich äußerte sich der Fahrgastverband Pro Bahn.

Tausende Menschen gestrandet

Viele Reisende und Berufspendler waren auch gestern von Berlin aus nicht mit der Bahn ans Ziel gekommen. Die Schäden an den Trassen waren so groß, dass nicht alles auf einmal repariert werden konnte. Im Berliner Hauptbahnhof sammelten sich Tausende Menschen, die nicht aus der Hauptstadt wegkamen. Erst gegen Mittag fuhren vereinzelt wieder Züge - aber nur Richtung Süden.

In der Nacht stellte die Bahn abermals Hotelzüge bereit, unter anderem an den Bahnhöfen in Hamburg, Berlin, Kiel, Dortmund und Bremen. Die meisten Reisenden hätten sich jedoch auf die Ausfälle und Verzögerungen eingestellt.

Sturmtief "Xavier" und die Folgen
tagesthemen 21:45 Uhr, 06.10.2017, Alina Stiegler, Marie Marzahn, NDR

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Ausnahmezustand bei der Feuerwehr

Bei der Berliner Feuerwehr herrscht weiter Ausnahmezustand. Bis gestern Abend zählte sie rund 2600 Einsätze wegen des Sturms, Hunderte unerledigte Fälle müssen die Helfer noch abarbeiten.

Auch am Sonntag müssen sich Fahrgäste auf Störungen einstellen. Bis Montagmorgen sollen diese aber behoben sein. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen fuhren bereits am Freitag wieder fast störungsfrei in Berlin.

Tickets bis 15. Oktober gültig

Die Bahn teilte unterdessen mit, dass Fahrgäste mit einem gültigen Zugticket vom 5. Oktober bis zum 15. Oktober damitz reisen. Diese Regelung gelte auch für Tickets mit Zugbindung. Bei einem Verzicht auf die Reise könnten die Tickets ohne Gebühr zurückgeben werden.

Trotz allen Entgegenkommens des Unternehmens kritisierte Niedersachsens Chef des Fahrgastverbands Pro Bahn, Björn Gryschka, bei tagesschau24 das schlechte digitale Management der Bahn. Dass manche Züge in digitalen Systemen als pünktlich angezeigt werden, obwohl sie gar nicht fahren, führe bei vielen Reisenden zu Verwirrungen und Unmut. Gryschka forderte ein Eingreifen der Politik, um die Digitalisierung auch im Bahnsystem voranzubringen.

Björn Gryschka, PRO BAHN, zum Krisenmanagement der Bahn
tagesschau 24 16:15 Uhr, 06.10.2017

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Über dieses Thema berichtete am 06. Oktober 2017 tagesschau24 um 16:00 Uhr und die tagesthemen um 21:45 Uhr. Zudem berichtete über dieses Thema die tagesschau am 07. Oktober 2017 um 12:55 Uhr.

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