Interview

Hartz IV

Interview mit dem Soziologen Wilhelm Heitmeyer Hartz-IV-Empfänger Zielscheibe von Diskriminierung

Stand: 13.12.2007 12:13 Uhr

"Deutsche Zustände 2007"

Die sozialen Beziehungen geraten nach der Studie immer mehr unter Druck. Fast die Hälfte der Befragten stimmt der Aussage zu, dass die meisten Langzeitarbeitslosen nicht wirklich daran interessiert seien, eine Arbeit zu finden. Etwa die gleiche Anzahl gab an, es gebe "Dinge, die wichtiger sind als Beziehungen zu anderen". Etwa ein Drittel stimmt der Aussage zu, die Gesellschaft könne sich wenig nützliche Menschen und menschliche Fehler nicht mehr leisten. Rund 40 Prozent sind der Ansicht, es werde zuviel Rücksicht auf Versager genommen. 25 Prozent finden, dass "moralisches Verhalten ein Luxus ist, den wir uns nicht mehr leisten können."

Infografik Fremdenfeindlichkeit
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Infografik Fremdenfeindlichkeit

Wilhelm Heitmeyer

Prof. Wilhelm Heitmeyer ist Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Für die Studie "Deutsche Zustände" untersucht er menschenfeindliche Einstellungen in der Bevölkerung. Heitmeyer fordert eine Diskussion über den Zusammenhang der von Eliten und Medien reproduzierten Bildern von Langzeitarbeitslosen und den Einstellungen in der Bevölkerung.

Infografik Angst vor Arbeitslosigkeit bei Erwerbstätigen
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Infografik Angst vor Arbeitslosigkeit bei Erwerbstätigen

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