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[Bildunterschrift: Die neue Steuernummer soll künftig lebenslang gelten. Ihre Einführung verzögert sich jedoch aufgrund der Vielzahl der zu erhebenden Daten. ]
Die umstrittene Einführung der lebenslang gültigen Steuernummern verzögert sich um mehrere Wochen und wird nun erst im Laufe des nächsten Jahres erwartet. Die Ausgabe der Nummern könne nicht wie ursprünglich geplant im Oktober beginnen, teilte das Bundesfinanzministerium mit und bestätigte damit einen Bericht des Berliner "Tagesspiegel am Sonntag"."Es zeigt sich, dass das Projekt sehr umfangreich ist. Dafür müssen wir uns genügend Zeit nehmen", sagte ein Ministeriumssprecher. Die neuen Steuernummern würden erst im kommenden Jahr an die Bürger versandt. Der Vorsitzende der Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, sagte dem "Tagesspiegel", für ihre Steuererklärung 2007 müssten die Bürger möglicherweise noch auf die alte Nummer zurückgreifen. Das Bundeszentralamt für Steuern verfüge nicht über die Kapazität, die Daten von mehr als 82 Millionen Einwohnern in der angestrebten Zeit zu verarbeiten, sagte Ondracek dem Blatt.
[Bildunterschrift: Peter Schaar warnt vor der zentralen Speicherung persönlicher Daten ]
Die Koalition plant, die herkömmliche Lohnsteuerkarte auf Papier abzuschaffen und durch ein elektronisches Verfahren zu ersetzen. Sie erhofft sich davon weniger Bürokratie. Derzeit wird bei jedem Umzug eine neue Steuernummer vergeben, was nach der Neuerung wegfällt. Das Projekt ist jedoch bei Datenschützern umstritten. Denn mit der neuen Identifikationsnummer werden zusätzlich persönliche Daten wie Geschlecht, aktuelle Adresse und Geburtsdatum zentral gespeichert. So entstehe ein bundeseinheitliches Melderegister, kritisiert der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar.
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