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Haushalt Steuer

Monatsbericht des Finanzministeriums

Steuereinnahmen steigen im Juli deutlich

Bund und Länder haben im Juli mehr Steuern eingenommen als vor einem Jahr. Im Juli verzeichnete der Fiskus mit rund 43,1 Milliarden Euro um 8,6 Prozent höhere Einkünfte als vor einem Jahr, wie das Bundesfinanzministerium mitteilte.

Der deutliche Zuwachs bei den Steuereinnahmen wurde demnach vor allem von der Lohnsteuer getragen, die 13,5 Milliarden Euro in die Kassen spülte und damit 8,2 Prozent mehr als im Juli 2011. Das liegt vor allem an der hohen Beschäftigung und der guten Lage beim privaten Konsum.

Zwischen Januar und Juli zahlten Bürger und Unternehmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fünf Prozent mehr Steuern - insgesamt rund 311,4 Milliarden Euro. Das Sieben-Monats-Plus liegt damit über dem für das gesamte Jahr von den Steuerschätzern bisher erwarteten Zuwachs von vier Prozent. Die nächste Steuerschätzung erfolgt im November - vor Verabschiedung des Bundeshaushalts 2013.

Deutsche Wirtschaft spürt Euro-Krise

Die Steuereinnahmen laufen der Konjunkturentwicklung in der Regel mindestens ein Jahr hinterher. Nachdem die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal noch um 0,5 Prozent gewachsen war, legte sie im zweiten Vierteljahr noch um 0,3 Prozent zu. Dem Ministerium zufolge droht sich das Wirtschaftswachstum weiter abzuschwächen. Die Exporte dürften angesichts der Rezession in einigen Euro-Ländern nicht mehr so dynamisch zulegen. Impulse dürften dagegen vom Konsum ausgehen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt sei "noch als günstig" einzustufen.

Stand: 20.08.2012 06:56 Uhr

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