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Diskussion über Koalition nach Bundestagswahl 2013

Steinbrück will die Grünen auf Distanz halten

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück
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Verspricht den Grünen Fairness, aber kein Bündnis auf Augenhöhe: der designierte SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück.

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will sich demnächst mit den Spitzenkandidaten der Grünen, Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt, treffen, um gemeinsam den Wahlkampf zu planen.

Er halte Gespräche für politisch geboten, da beide Parteien zusammen regieren wollten, sagte er der "Bild am Sonntag".

Zugleich merkte er jedoch an, dass er die Forderung der Grünen nach einem Bündnis auf Augenhöhe im Falle eines gemeinsamen Wahlsiegs skeptisch sehe.

"Natürlich soll man in einer Koalition fair miteinander umgehen, aber es wird auch um politische Gewichte gehen", sagte der SPD-Politiker und fügte hinzu: "Eine Partei, die doppelt so viele Stimmen oder noch mehr als der kleinere Partner erzielt, wird es nicht an Selbstbewusstsein fehlen lassen." SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte den Grünen eine gleichberechtigte Behandlung zugesagt.

Hoffnung auf Finanzminister-Bonus

Überzeugt zeigte sich Steinbrück, dass die Menschen nicht vergessen hätten, dass er in der Großen Koalition als Finanzminister ein aus seiner Sicht erfolgreiches Krisenmanagement betrieben habe. "Ich bin sicher, dass die Bürger meine Leistungen als Politiker in eine angemessene Relation zum Thema Vortragshonorare oder zum Einsatz meiner Bahncard als Abgeordneter zu stellen wissen."

Bezogen auf die Debatte um seine Vortragshonorare sagte Steinbrück weiter, seine Kanzlerkandidatur könne ihm zum finanziellen Nachteil gereichen. "Meine Bewerbung um die Kanzlerkandidatur zeigt, dass mir dieses politische Engagement wichtiger ist als Geld. Denn sonst würde ich mehr verdienen, wie ja jetzt jedermann weiß." Steinbrück hatte mit Vortragshonoraren nach eigenen Angaben seit 2009 rund 1,25 Millionen Euro eingenommen.

"Ich werde nicht zum Kuschel-Peer"

Mit Blick auf niedrige Umfragewerte bei Frauen sagte er, möglicherweise wirke er zu kopfgesteuert und wenig emotional. Aber er will seinem Stil treu bleiben. "Ich werde jetzt nicht zum Kuschel-Peer, in der Rolle wäre ich doch völlig unglaubwürdig", sagte Steinbrück.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. November 2012 um 10:00 Uhr.

Stand: 25.11.2012 05:00 Uhr

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