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21.11.2009

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Modedroge "Spice" ist verboten
Eilverordnung erlassen

Modedroge "Spice" hat ausgedröhnt

Die Herstellung, Handel sowie der Besitz der Kräutermischung "Spice" ist ab heute in Deutschland verboten. Das teilte das Gesundheitsministerium in Berlin gestern mit. Per Eilverordnung nach dem Betäubungsmittelgesetz wurde die bislang frei verkäufliche Droge untersagt.

Spice (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Die als Kräutermischung verkaufte Droge "Spice" ist ab morgen in Deutschland verboten. ]
Die Verordnung gelte zunächst für ein Jahr, so Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Innerhalb eines Jahres soll sie durch eine dauerhafte Regelung abgelöst werden. Zur Begründung nannte Schmidt die gesundheitsschädlichen und nicht zugelassenen Inhaltsstoffe in "Spice". Nach dem Rauchen von "Spice" hatten Konsumenten über Halluzinationen, Empfindungsstörungen oder Euphorie geklagt. Experten warnten bereits vor dem Verbot vor Nebenwirkungen wie Angst, Übelkeit und Stimmungsschwankungen.

"Jeder Konsum ist höchst riskant"

Die Droge hatte in den vergangenen Monaten in der Szene eine große Beliebtheit erlangt, da sie ähnlich wirkt wie Marihuana. Im Gegensatz dazu war "Spice" aber bisher legal zu beziehen und in Urinproben nicht nachzuweisen.

Vorangegangen waren Untersuchungen der Uniklinik Freiburg und des Bundeskriminalamts. Gemeinsame Laboruntersuchungen ermittelten als Wirkstoff in "Spice" eine chemisch leicht modifizierte Form des synthetischen Cannabinoids "CP-47,497". Diese Substanz hat demnach eine vielfach stärkere Wirkung als das in der Cannabispflanze enthaltene THC.

Drogenbeauftragte rechnet mit Nachfrage-Rückgang

Nach Angaben der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing wurde inzwischen der Nachweis erbracht, dass die Hersteller dieser Kräutermischungen "gezielt berauschende Stoffe zugesetzt haben und der Verkauf als harmloser Räucherduft ein klarer Etikettenschwindel ist". Sie warnte erneut vor den unterschiedlich hohen Konzentrationen der Wirkstoffe bei "Spice": "Jeder Konsum ist damit höchst riskant."

Bätzing äußerte sich zuversichtlich, dass mit dem Verbot die Nachfrage nach "Spice" stark zurückgehen werde. Schmidt und Bätzing kündigten an, die "weitere Entwicklung kritisch verfolgen" zu wollen.

Stand: 22.01.2009 00:12 Uhr
 

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