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Steinbrück Gabriel und Steinmeier

Kanzlerkandidatur für Wahl 2013

Die SPD debattiert die K-Frage - mal wieder

Ein gutes Jahr vor der Bundestagswahl kommt in der SPD die Debatte über den Kanzlerkandidaten erneut in Fahrt. Nach dem Vorstoß von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Thorsten Albig für Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier melden sich nun die Unterstützer von Ex-Finanzminister Peer Steinbrück zu Wort.

"Eine echte Alternative zu Merkel"

In der "Bild"-Zeitung sprachen sich der Chef der baden-württembergischen SPD, Nils Schmid, und der Kieler Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels für Steinbrück aus. "Wir brauchen den Kandidaten, der eine echte Alternative zu Merkel darstellt - und von den Wählern auch so gesehen wird. Das ist gerade in der Euro-Krise Peer Steinbrück", sagte Bartels. Schmid erklärte: "Ich denke, dass neben Steinmeier Peer Steinbrück ein sehr guter Kanzlerkandidat ist. Der Ex-Finanzminister genießt in der Bevölkerung hohes Vertrauen und ist sehr beliebt."

SPD debattiert über Kanzlerkandidatur für Wahl 2013
tagesthemen 22:15 Uhr, 13.08.2012, Norbert Carius, ARD Berlin

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"Ich hoffe für ihn, dass er es nicht machen muss"

Albig hatte sich am Wochenende gegen Steinbrück und für Steinmeier ausgesprochen. Dieser sei eine starke Führungspersönlichkeit, habe als Fraktionschef eine tolle Arbeit gemacht und sei seit der letzten Bundestagswahl sehr gereift, sagte Albig der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Er wäre ein guter Kanzler für unser Land." Steinbrück hingegen müsste sich als Kandidat in ein Korsett zwängen, das er nicht mögen würde. "Da ich weiß, wie wenig er Korsette mag, hoffe ich für ihn, dass er das nicht machen muss", sagte Albig, der für Steinbrück unter anderem als Pressesprecher gearbeitet hat.

Neben Steinmeier und Steinbrück gilt auch SPD-Parteichef Sigmar Gabriel als möglicher Anwärter für das Spitzenamt im Bundestagswahlkampf 2013. Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wurde bereits mehrfach ins Gespräch gebracht. Kraft hatte nach ihrer Wiederwahl allerdings betont, sie wolle in der NRW-Landespolitik bleiben.

"Wir kommen mit Inhalten nicht durch"

Offiziell soll die Entscheidung über den SPD-Spitzenkandidaten erst nach der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar kommenden Jahres fallen. Sowohl der konservative Seeheimer Kreis in der SPD als auch Parteivize Manuela Schwesig und Generalsekretärin Andrea Nahles sprachen sich ausdrücklich dafür aus, an diesem Zeitplan festzuhalten. "Sechs, sieben Monate vor einer Bundestagswahl reicht es vollkommen, Kandidaten aufzustellen", sagte der Sprecher des Seeheimer Kreises, Johannes Kahrs, im ARD-Morgenmagazin.

Johannes Kahrs (SPD) zur Kanzlerfrage bei der SPD
ARD-Morgenmagazin, 13.08.2012

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Schwesig sagte im Deutschlandfunk, es gebe eine klare Verabredung, sich zur K-Frage erst nach der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar zu positionieren. Daran sollten sich alle halten. "Wir kommen doch als SPD mit Inhalten gar nicht durch, wenn wir ständig Personaldebatten führen", warnte Schwesig.

Auch Nahles appellierte an ihre Partei, sich mit Aussagen zur Kanzlerkandidatur zurückzuhalten. Diese "Form der Nabelschau" helfe nur Kanzlerin Angela Merkel. Es bleibe dabei, dass der Kandidat Anfang 2013 nach der Niedersachsen-Wahl gekürt werde - daran ändere auch eine Präferenzabfrage bei allen SPD-Ministerpräsidenten nichts.

Stand: 13.08.2012 13:44 Uhr

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