Martin Schulz | Bildquelle: AFP

Neuer Rekord 100 Prozent für Martin Schulz

Stand: 19.03.2017 15:39 Uhr

Martin Schulz ist neuer Parteichef der SPD. Ein Bundesparteitag wählte ihn mit 100 Prozent Ja-Stimmen zum Nachfolger von Sigmar Gabriel. Das ist ein neuer Rekord. Schulz ist damit auch offiziell Herausforderer von Kanzlerin Merkel bei der Bundestagswahl.

Martin Schulz ist mit 100 Prozent zum Parteichef und Kanzlerkandidaten gekürt worden: Alle 605 gültigen Stimmen der Delegierten auf dem SPD-Parteitag entfielen auf ihn. Damit ist Schulz offiziell der Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel bei der Bundestagswahl im September.

Vor seiner Wahl an die Spitze der Sozialdemokraten hatte sich Schulz zuversichtlich mit Blick auf die Bundestagswahl im September gezeigt. "Die SPD ist wieder da, wir sind wieder da. Das ist eine gute Nachricht für die Menschen im Lande", sagte er gleich zu Beginn seiner Rede.

Schulz betont Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit

Der frühere EU-Parlamentspräsident sagte, er bewerbe sich um den Vorsitz "der ältesten Partei in diesem Lande", die Diktaturen und Kriege überlebt habe. Der Kampf für Freiheit und Demokratie in Deutschland werde seit mehr als 150 Jahren symbolisiert durch die drei Buchstaben SPD.

Seit der Nominierung von Schulz durch den SPD-Vorstand Ende Januar haben sich die Umfragewerte der Partei deutlich verbessert. Die Sozialdemokraten liegen inzwischen wieder auf Augenhöhe mit der Union, das heißt oberhalb von 30 Prozent. Über die mehr als 13.000 Neumitglieder, die der Partei in den vergangenen Wochen beigetreten sind, sagte der neue Parteivorsitzende: "Euer Enthusiasmus steckt uns alle an."

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