SPD-Parteitag in Dortmund | Bildquelle: REUTERS

SPD-Parteitag Die wärmende Erinnerung an 2005

Stand: 25.06.2017 12:23 Uhr

2005 sah es im Wahlkampf schlecht aus für die SPD - am Ende aber holte die Partei die Union fast ein. An diese Aufholjagd erinnerte Altkanzler Schröder zum Beginn des SPD-Parteitags. "Was damals ging, geht heute auch", rief er den Delegierten zu.

Der bislang letzte SPD-Kanzler als Mutmacher: Ex-Parteichef Gerhard Schröder hat die SPD zu Beginn ihres Programmparteitags in Dortmund auf einen engagierten Wahlkampf eingestimmt und sie zu Geschlossenheit und Selbstbewusstsein aufgerufen.

Schröder erinnerte die rund 630 Delegierten an den von ihm geführten Wahlkampf im Jahr 2005. Damals lag die Partei zunächst rund 20 Prozent hinter CDU/CSU, holte am Wahltag aber fast so viele Stimmen wie die Union.

Die Schlagzeilen hätten zu jener Zeit ähnlich geklungen wie die Überschriften heute, machte Schröder seiner Partei Mut. Aber nichts sei entschieden. "Was damals ging, geht heute auch", bekräftigte er. Die Sozialdemokratie könne es schaffen, wenn sie alle Kräfte mobilisiere.

SPD-Parteitag in Dortmund
tagesschau 13:15 Uhr, 25.06.2017, Marie-Kristin Boese, ARD Berlin

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Auf dem richtigen Weg

Die SPD habe bewiesen, dass sie es besser könne als die anderen, rief er mit Blick auf die Union aus. Er warf Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble vor, durch ihr Agieren in der Finanzkrise eine Mitverantwortung für die Spaltung Europas zu tragen. Zugleich machte er sich dafür stark, US-Präsident Donald Trump selbstbewusst entgegenzutreten, da passiere ihm zu wenig.

Seiner Partei bescheinigte er, mit ihrem Programm "auf dem richtigen Weg" zu sein, auch wenn er einräumte "aus Zeitgründen" nicht alles gelesen zu haben.

Lob für den Kandidaten

Schröder lobte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz als "leidenschaftlichen Europäer" und sagte, er bringe alles mit, was man für das Amt des Kanzlers brauche. Insbesondere habe Schulz in den vergangenen Wochen gezeigt, dass er Druck aushalten könne.

Schröder räumte ein, die Beziehung zwischen der Partei und ihm sei nicht immer einfach gewesen. Er habe sich im Wahlkampf stets auf seine Genossen verlassen. Schulz habe den berechtigten Anspruch, dass die SPD ihn nun genauso leidenschaftlich unterstütze.

SPD-Parteitag in Dortmund | Bildquelle: REUTERS
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Freudige Begrüßung: Sozialdemokraten Schulz und Schröder

Kurs auf die Bundestagswahl

In Dortmund diskutiert die Partei über das Programm für den kommenden Bundestagswahlkampf. Der Programmentwurf legt den Schwerpunkt auf mehr Gerechtigkeit, eine bessere Unterstützung von Familien, höhere staatliche Investitionen insbesondere auch in die Bildung und eine Stärkung der Europäischen Union.

Bei der Steuer sollen niedrige und mittlere Einkommen entlastet und der Solidaritätszuschlag abgeschafft werden. Zur umstrittenen Vermögensteuer soll es einen Prüfauftrag geben. Das Rentenniveau will die SPD bis 2030 auf dem jetzigen Stand von 48 Prozent stabilisieren, Beiträge auf 22 Prozent begrenzen.

Der SPD-Parteitag ist auch Thema im Bericht aus Berlin, heute um 18:30 Uhr im Ersten sowie in der Sendung Bericht vom Parteitag um 00:00 Uhr.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Juni 2017 um 13:15 Uhr.

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