Hubertus Heil, Katharina Barley und Svenja Schulze | Bildquelle: picture alliance / Bernd Von Jut

Berichte über SPD-Minister Auch Heil, Barley und Schulze sind dabei

Stand: 09.03.2018 08:56 Uhr

Nun sickern auch die letzten Namen der SPD-Minister des zukünftigen Kabinetts durch. So sollen laut Medien Hubertus Heil Arbeitsminister, Katarina Barley Justiz- und Svenja Schulze Umweltministerin werden.

Vor der angekündigten offiziellen Vorstellung der SPD-Minister um 10 Uhr sickern weitere Personalien durch: So soll nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios der SPD-Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil Bundesarbeitsminister werden. Zudem berichten Medien, dass die bisherige Familienministerin Katarina Barley das Justizressort und Svenja Schulze das Umweltressort übernehmen sollen. Schulze war in Nordrhein-Westfalen Forschungs- und Innovationsministerin und ist derzeit Generalsekretärin der Landes-SPD.

Der 45-jährige Heil ist stellvertretender Fraktionschef. Im vergangenen Jahr hatte der Niedersachse zeitweise das Amt des Generalsekretärs übernommen, das er bereits 2005 bis 2009 innehatte.

Svenja Schulze | Bildquelle: DAVID HECKER/EPA-EFE/REX/Shutter
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Svenja Schulze übernimmt laut Medien das Umweltressort

Auch Scholz, Maas und Giffey offenbar im Kabinett

Als gesetzt gilt bereits der bisherige Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz. Er soll Bundesfinanzminister und Vizekanzler werden. Zudem wurde gestern verbreitet, dass als neuer Außenminister anstelle von Sigmar Gabriel Heiko Maas eingeplant ist.

Gabriel selbst hatte gestern über soziale Medien mitgeteilt, dass er der neuen Bundesregierung nicht mehr angehören wird. Darüber sei er von SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles und dem kommissarischen Parteichef Olaf Scholz informiert worden. Er habe 18 Jahre lang für Deutschland und die SPD in leitenden Funktionen gearbeitet, schrieb Gabriel auf Twitter. Er wünsche der neuen Bundesregierung und seiner Partei "von Herzen Erfolg" für die Bewältigung der großen Herausforderungen zum Wohle Deutschlands und Europas.

Wie Gabriel wird auch die bisherige Umweltministerin Barbara Hendricks dem neuen Kabinett nicht mehr angehören. Das sagte sie der "Rheinischen Post". Sie sei dankbar, dass sie die vergangenen vier Jahre als Bundesumwelt- und bauministerin dem Land, seinen Menschen und ihrer Partei habe dienen dürfen und gehe mit einem "guten Gefühl" aus dem Amt.

Dichthalten als Vorgabe

Neue Familienministerin soll offenbar die aus Ostdeutschland stammende bisherige Bürgermeisterin von Berlin-Neukölln, Franziska Giffey, werden. Mit 39 Jahren wäre sie das jüngste Kabinettsmitglied.

Insgesamt sind in der SPD sechs Ministerposten zu vergeben, an drei Frauen und drei Männer. Die Partei hatte sich fest vorgenommen, die Namen der zukünftigen Minister erst bei der offiziellen Pressekonferenz zu verkünden. Daher war in Vorstandskreisen am Donnerstag großer Unmut über das Durchsickern erster Namen laut geworden. Das gesamte Personaltableau sollte am Freitag Vormittag noch vom 45 Personen umfassenden SPD-Vorstand beschlossen und später der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Hinter den Kulissen hatte es in der Partei zuvor heftige Debatten gegeben - komplizierte interne Proporzregelungen erschwerten die Vergabe der Ministerposten.

Beratungen in Hamburg

Am Nachmittag kommt in Hamburg der Landesvorstand der SPD zusammen, um über die Auswirkungen des Wechsel von Scholz nach Berlin für die Landesregierung zu beraten. Als Favorit für die seine Nachfolge als Erster Bürgermeister gilt der bisherige Fraktionsvorsitzende Andreas Dressel.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 09. März 2018 um 09:00 Uhr.

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