Sozialwohnungen in Frankfurt | Bildquelle: dpa

Sozialer Wohnungsbau Trendwende geschafft?

Stand: 12.05.2017 10:26 Uhr

Eine Milliarde Euro mehr haben Bund und Länder 2016 für den sozialen Wohnungsbau ausgegeben. Das Ergebnis: knapp 25.000 neue Sozialwohnungen - 10.000 mehr als noch 2015. Bauministerin Hendricks spricht von einer Trendwende.

Die Zahl der neu errichteten Sozialwohnungen in Deutschland ist deutlich gestiegen. Im Jahr 2016 wurden bundesweit insgesamt 24.550 solcher Wohnungen errichtet - rund 10.000 mehr als im Jahr zuvor. Das berichtete die "Rheinische Post" mit Verweis auf einen Bericht des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau- und Wohnungswesen von Bund und Ländern.

Nordrhein-Westfalen war demnach mit 9301 neu gebauten Sozialwohnungen mit Abstand Spitzenreiter im Ländervergleich. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Bayern und Berlin.

Eine Milliarde Euro mehr als im Vorjahr

Dem Bericht zufolge setzten Bund und Länder 2016 für die soziale Wohnraumförderung 3,4 Milliarden Euro ein - über eine Milliarde mehr als im Vorjahr. Insgesamt erhielten 61.832 Wohnungen eine Förderung, 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Neben dem Neubau wurden unter anderem auch Modernisierungen finanziert. "Durch die Erhöhung der Bundesmittel haben wir eine Trendwende beim sozialen Wohnungsbau geschafft", sagte Bundesbauministerin Barbara Hendricks.

Gesamtzahl der Sozialwohnungen nimmt ab

Die Zahl der Sozialwohnungen insgesamt ist über die Jahre allerdings deutlich gesunken. Dies geht aus einer im Februar veröffentlichten Übersicht der Bundesregierung hervor.

Sozialwohnungen werden in Deutschland in der Regel von kommunalen Wohnungsunternehmen, Genossenschaften oder privaten Investoren gebaut. Diese bekommen gute Darlehensbedingungen oder einen Zuschuss. Dafür sind die Wohnungen dann mietpreisgebunden, also relativ günstig. Sie dürfen nur an einen bestimmten Personenkreis vermietet werden, etwa Geringverdiener.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 12. Mai 2017 um 06:21 Uhr

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