Seitenueberschrift
TÜV testet Urlaubssouvenirs
Gefährlicher Ramsch vom Strandkiosk
Laut einer Untersuchung des TÜV Rheinland sind Urlaubssouvenirs vielfach Schund und manchmal sogar gefährlich. Von 134 gekauften Spielartikeln, Sonnenbrillen und Fußball-Shirts hatten 52 Mängel, wie der TÜV Rheinland mitteilte. Besonders alarmierend war das Ergebnis bei den Spielwaren. Von 45 Exemplaren wiesen 28 Produkte zum Teil schwerwiegende Sicherheitsmängel auf - sowohl bei mechanischen als auch bei chemischen Tests. So waren Batterien frei zugänglich, oder Produkte enthielten verschluckbare Kleinteile. Andere Artikel hatten Klemmstellen oder ließen sich schnell entzünden. In acht Produkten wurden giftige Chemikalien gefunden.
Urlaubssouvenirs vom TÜV als mangelhaft bewertet
tagesschau 12:00 Uhr, 26.07.2012, Pia Bierschbach, WDR
Sonnenbrillen ohne UV-Schutz und Shirts von schlechter Qualität
Von 60 Sonnenbrillen fiel fast jede Zweite in puncto UV-Schutz, Eignung für den Straßenverkehr, Qualität oder Stoßfestigkeit der Brillengläser durch. In sieben Fällen waren die Gläser so schlecht verarbeitet, dass die Brillenträger andauernd dachten, durch verschmutzte Gläser zu sehen. Viele der gekauften Brillen verschlechterten das Sehvermögen, hieß es. Von 29 Kinder-Shirts waren immerhin keine besonders schadstoffbelastet. Dafür war die Qualität meistens mangelhaft.
Souvenirs im Wert von bis zu 20 Euro
Bei der inzwischen dritten TÜV-Untersuchung stützten sich die Experten auf die geltenden EU-Vorgaben. Insgesamt wurden 134 Artikel in Spanien, Italien in den Niederlanden und in Deutschland gekauft, hierzulande etwa in Kiosks und Billigläden an der Nordseeküse rund um Wilmelmshaven, Cuxhaven und auf den ostfriesischen Inseln. Die 52 als mangelhaft kritisierten entsprechen demnach nicht den grundlegenden Sicherheitsnormen und Kennzeichnungspflichten und dürfen in der Form nicht innerhalb der EU verkauft werden. Die geprüften Exemplare hatten einen Kaufwert zwischen 99 Cent bis 20 Euro.
Stand: 26.07.2012 12:43 Uhr
