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29.05.2012

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Wirtschaft
Einigung auf Kürzung der Solarförderung
Einigung zwischen Bundesregierung und Solarbranche

Solarförderung wird weiter gekürzt

Monteur von Sesol [Bildunterschrift: Monteur von Sesol bei der Arbeit ]
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und die Solarbranche haben eine bis zu 15-prozentige Kürzung der Umlage für Sonnenstrom ab Juli vereinbart. Je nach Marktwachstum werden zudem zum 1. Januar 2012 weitere Kürzungen fällig. Röttgen und der Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft, Günther Cramer, stellten den gemeinsam erarbeiteten Kompromiss in Berlin vor.

Regierung befürchtet Ausufern der Förderkosten

Die Höhe der vorgezogenen Reduzierung richtet sich danach, wie viele Photovoltaikanlagen von März bis Mai neu ans Netz gehen. Mit einer weiteren und bereits sicheren Kürzung um neun Prozent Anfang 2012 könnte die Vergütung so um bis zu 24 Prozent sinken - auf rund 22 Cent pro erzeugter Kilowattstunde Solarstrom.

Die Regierung will auch aus Gründen der Netzstabilität den Zubau abbremsen, zudem wird ein Ausufern der Förderkosten befürchtet. Schon zum 1. Januar war die Förderung für Dachanlagen gekürzt worden. Vor allem wegen der deutlichen Zunahme an Photovoltaikanlagen - 2010 wurde mit 7000 bis 8000 Megawatt eine Leistung von mehreren Kraftwerken neu installiert - stieg die von allen Verbrauchern zu zahlende Ökostromumlage von rund 2 auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde.

Starre Mengenbegrenzung verhindert

Bundesumweltminister Röttgen bezeichnete die von der Solarwirtschaft angebotene Kürzung als Novum und vorbildhaft. "Das ist ein einmaliger Vorgang", sagte Röttgen zu dem gemeinsam erarbeiteten Kompromiss. Röttgen betonte, dass so etwas auch für andere Branchen sinnvoll sei.

Der Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft, Cramer, äußerte sich zurückhaltender: Die Einigeung stelle die Photovoltaik-Branche vor die ambitionierte Aufgabe, in sehr kurzer Zeit weiter Kosten zu senken, damit die Preise für Solaranlagen attraktiv bleiben. Er hob allerdings hervor, damit sei eine Deckelung wie etwa in Spanien vom Tisch. "Die Einführung einer starren Mengenbegrenzung des Marktes konnte mit dieser Einigung auf eine flexible Förderanpassung vermieden werden".

Stand: 20.01.2011 12:38 Uhr
 

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