Domplatte in Köln | Bildquelle: AFP

Neujahrsfeiern in Europa Silvester unter Polizeischutz

Stand: 31.12.2016 22:54 Uhr

Bei den Silvesterfeiern in Berlin und Köln ist es bislang nur zu kleineren Zwischenfällen gekommen. Am Kölner Hauptbahnhof sind der Polizei rund 1000 Personen aufgefallen, die nun kontrolliert werden. Dort wie in vielen anderen europäischen Städten sind zahlreiche Sicherheitskräfte im Einsatz.

Hinter Sicherheitszäunen und Betonpollern haben Tausende Gäste am Brandenburger Tor den Jahreswechsel gefeiert. Bei klarem Himmel und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt drängten sich ab dem frühen Abend zahlreiche Besucher bei der Silvesterparty vor der großen Bühne. Um 22 Uhr wurde die Partymeile geschlossen.

Nach einem ruhigen Auftakt meldete die Polizei kleinere Zwischenfälle. So habe ein Mann auf der Festmeile "Bombe, Bombe, Bombe"gerufen. Er sei festgenommen und angezeigt worden. "Er feiert nun #Welcome 2017 bei uns", twitterte die Polizei.

Kurz nach 21 Uhr teilte die Polizei per Twitter mit, es habe möglicherweise einen Fall von sexueller Belästigung gegeben. Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden.

In ganz Berlin sind 2500 Polizisten aus mehreren Bundesländern unterwegs, 1700 davon rund um die zwei Kilometer lange Partymeile zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor. Die Veranstalter erwarten in diesem Jahr bis zu einer Million Besucher.

Wie in den Jahren zuvor sind auf dem eingezäunten Gelände Böller und Raketen verboten, wie auch Glasflaschen und alkoholische Getränke. Rucksäcke, große Taschen und Koffer dürfen die Eingänge zur Partymeile ebenfalls nicht passieren. Jeder, der mitfeiern will, wird streng kontrolliert.

Silvesterparty in Berlin unter hohen Sicherheitsvorkehrungen
tagesschau 20:00 Uhr, 31.12.2016, Iris Marx, RBB

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Köln: Größere Personenkontrollen

Auch in Köln liefen - ein Jahr nach den massenhaften sexuellen Übergriffen am Hauptbahnhof - die Feiern zum Jahreswechsel zunächst friedlich an. "Bisher gab es keine Zwischenfälle", sagte Polizeipräsident Jürgen Mathies am Abend. Der Präsident der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, Wolfgang Wurm, sagte, man habe bislang auch keine Erkenntnisse, dass ernsthafte Gefahr im Verzug sei. "Es gilt aber weiterhin ganz klar die Linie: Präsenz, klare Ansprache und beim Erkennen von Straftaten sofortiges, sehr klares Einschreiten."

Gegen 22 Uhr startete vor dem Hauptbahnhof allerdings eine größere Personenkontrolle. Wie die Polizei dem WDR bestätigte, kontrollierten die Beamten die Personalien von etwa 100 jungen Männern. Dabei seien auch Platzverweise ausgesprochen worden. Über die genauen Gründe für die Polizeiaktion gab es vorerst keine Erklärung. Nach Beobachtungen von WDR-Reportern waren in erster Linie ausländisch aussehende junge Männer von der Maßnahme betroffen.

In diesem Jahr soll ein Großaufgebot der Polizei verhindern, dass sich ähnliches wie vergangenes Silvester wiederholt. In der Innenstadt sind mit 1500 Beamten zehnmal mehr unterwegs als im vergangenen Jahr. Rund um den Dom sind Böller und Raketen verboten. Dunkle Ecken und Straßen am Bahnhofsvorplatz und in der Altstadt werden von Leuchtmasten angestrahlt. Auch in Köln sind Betonpoller und Straßensperren aufgebaut. Wasserwerfer, Lastwagen und Gruppenfahrzeuge der Polizei sollen die Feiern absichern.

Hohes Polizeiaufgebot bei Silvesterfeierlichkeiten in Köln
tagesschau 20:00 Uhr, 31.12.2016

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Hamburg: Videoüberwachung an der Reeperbahn

Auf der Reeperbahn und der Großen Freiheit, auf den Landungsbrücken und am Jungfernstieg in Hamburg stimmten sich die Menschen ebenfalls ohne größere Vorkommnisse auf das neue Jahr ein, wie die Polizei mitteilte.

Diese Orte werden nach den Übergriffen im vergangenen Jahr besonders geschützt. 530 Beamte sind dort im Einsatz. Das sind 50 Prozent mehr als zu Silvester 2015. Entlang der Reeperbahn sind die Überwachungskameras wieder eingeschaltet. Die beliebten Treffpunkte, wo jedes Jahr Tausende Menschen Silvester feiern, werden durch Betonblöcke oder Fahrbahnsperrungen gesichert.

Silvesterfeuerwerk an der Binnenalster
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Hamburg: Silvester an der Binnenalster

Silvesterfeier am Kölner Dom
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Köln: Feuerwerk am Dom

Die Festmeile vor dem Brandenburger Tor
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Berlin: Die Partymeile

Silvester in Paris: Sicherheitszone am Champs-Élysées

Angesichts der Terrorgefahr hat Frankreich ein Großaufgebot der Sicherheitskräfte zum Schutz der Silvesterfeiern mobilisiert. Im ganzen Land seien mehr als 96.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz, sagte Innenminister Bruno Le Roux. Allein in Paris und Umgebung sind es 7000 Polizisten und Soldaten.

Besonders strenge Vorkehrungen gibt es rund um den Prachtboulevard Champs-Élysées, wo zum Jahreswechsel mehr als 600.000 Besucher erwartet werden. Wie die Polizei mitteilte, werden Betonklötze, Einsatz-Fahrzeuge und Barrieren als Hindernisse die Zufahrten versperren. Das soll einen Anschlag mit einem Lastwagen wie auf dem Berliner Weihnachtsmarkt und im Sommer in Nizza verhindern.

In Paris fotografieren zahlreiche Menschen das Neujahrsfeuerwerk auf den Champs-Élysées.
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Am Champs-Élysées 2015

Silvesterfeier in London
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Am "London Eye" 2015

Silvester in London: Bewaffnete Sicherheitskräfte in Zügen

In der britischen Hauptstadt fahren erstmals bewaffnete Sicherheitskräfte auch in Zügen und U-Bahnen mit. Barrikaden und Fahrverbote in der Innenstadt sollen verhindern, dass sich Anschläge mit Lastwagen wie in Nizza oder Berlin wiederholen, teilte Scotland Yard mit. Ein Polizeisprecher betonte aber, es handle sich dabei nur um vorsorgliche Sicherheitsmaßnahmen. Man habe "keine konkreten Hinweise" auf Anschlagspläne in London. Wie im vergangenen Jahr sollen rund 3000 Polizisten im Zentrum für Sicherheit sorgen.

Hunderttausende Menschen werden zum Jahreswechsel in der Innenstadt erwartet. Pünktlich zum Glockenschlag des Big Ben um Mitternacht gibt es ein spektakuläres Feuerwerk am Riesenrad "London Eye". Nur wer ein Ticket hat, darf in den abgesperrten Zuschauerbereich am Ufer der Themse hinein.

Silvester in Europa: erhöhte Alarmbereitschaft

Auch in Italien ist man wenige Tage nach der Erschießung des mutmaßlichen Attentäters von Berlin in erhöhter Alarmbereitschaft. In zahlreichen Städten - unter anderem in Turin, Bologna und Venedig - gilt Medienberichten zufolge ein Böllerverbot. In Mailand werden die Sicherheitschecks auf den wichtigsten öffentlichen Plätzen verstärkt. Aus den Stadtzentren von Rom und Neapel wurden Lastwagen verbannt.

Im Madrid sind 1600 Polizisten zusätzlich im Einsatz. Zudem wird die Zahl der Besucher für den beliebten Platz Puerta del Sol im Zentrum - wie schon im vergangenen Jahr - begrenzt. Es gibt scharfe Zugangskontrollen.

In Brüssel, wo im März 16 Menschen durch den IS getötet und 150 weitere verletzt wurden, wurde zeitweilig eine Absage des Feuerwerks erwogen. Vor wenigen Tagen gab der Bürgermeister dann aber doch grünes Licht für das Spektakel.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Dezember 2016 um 20:00 Uhr.

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