Polizei im Stadion in Hannover | Bildquelle: AP

Verfassungsschutz-Präsident "Wir hatten sehr konkrete Hinweise"

Stand: 18.11.2015 08:27 Uhr

"Wir hatten sehr konkrete Hinweise" - so erklärt Verfassungsschutz-Präsident Maaßen zur Länderspiel-Absage. Gespräche mit ausländischen Geheimdiensten und innerhalb der Bundesregierung hätten zu dieser Entscheidung geführt, sagte Maaßen im ARD-Morgenmagazin.

Die Hinweise auf einen möglichen Anschlag bei dem geplanten Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover waren sehr, sehr ernst, so Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen. Es habe Gespräche mit ausländischen Geheimdiensten und mit der Bundesregierung gegeben. Danach fiel der Entschluss, die Partie abzusagen. Zur Quelle des Hinweises wollte sich Maaßen nicht äußern.

Anke Plättner im Gespräch mit Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz
ARD-Morgenmagazin

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"Deutschland ist Feind des IS, genauso wie alle westlichen Staaten," so Maaßen. "Wenn der IS Terroranschläge in Deutschland durchführen kann, wird er es tun." Die Tatsache, dass mutmaßlich der IS Anschläge an verschiedenen Orten in Paris durchgeführt hat, sei eine Herausforderung, eine neue Qualität, ähnlich wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Abend zuvor in Hannover.

Radikalisiert in Europa

Es gebe verschiedene Szenarien, wie es zu Anschlägen kommen könne. Unter anderem bestehe Gefahr von Leuten, die sich in Europa radikalisieren. Als Beispiele nannte der Verfassungsschutz-Präsident die Vorkommnisse in Toulouse, Lyon, Paris und Kopenhagen. Ein anderes Szenario seien so genannte Hit Teams, die mit einem Kampfauftrag kommen und als große Bedrohung von den Sicherheitsbehörden angesehen werden.

Maaßen rät davon ab, Großveranstaltungen abzusagen. Man müsse sich andere Staaten wie Israel, Großbritannien, Spanien und die USA als Vorbild nehmen. Auch diese Länder hätten schon seit Jahren Probleme mit der Sicherheit. Trotzdem würden in diesen Ländern Großveranstaltungen wie Sportereignisse oder Musikveranstaltungen stattfinden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. November 2015 um 09:00 Uhr.

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