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Sicherheitskonferenz in München
Der Iran als "atompolitischer Geisterfahrer"
Am letzten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz hat Irans Außenminister Salehi Verhandlungen über das Atomprogramm des Landes angeboten - allerdings nur unter Vorbedingungen. Dies stieß auf Kritik: Der CDU-Außenpolitiker Polenz nannte den Iran einen "atompolitischen Geisterfahrer".
Von Eva Corell, BR
Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi hat sich zurückhaltend zum Gesprächsangebot der US-Regierung geäußert und erneut Bedingungen dafür gestellt. Seine Regierung werde diesen Verhandlungsvorschlag wohlwollend in Betracht ziehen, erklärte Salehi bei seinem Auftritt in München. Man habe keine rote Linie für bilaterale Verhandlungen, aber diesmal müsse ein faires Angebot von der anderen Seite kommen, so Salehi.
Umgekehrt unterstelle der Westen dem Iran bislang fehlende Ernsthaftigkeit, wenn es darum geht, über sein umstrittenes Atomprogramm zu verhandeln. Der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz warf der Regierung in Teheran vor, die Welt fortgesetzt über ihr Atomprogramm zu täuschen und nannte sie einen "atompolitischen Geisterfahrer".
Auftritt von Irans Außenminister Salehi
E. Corell, ARD Berlin
03.02.2013 11:12 Uhr
Israel bezweifelt Verhandlungsbereitschaft
Auch Israel, das sich von einer iranischen Atombombe am stärksten bedroht sieht, bezweifelt Teherans Verhandlungsbereitschaft. Bei Salehis Auftritt hatte die israelische Delegation bereits den Konferenzsaal verlassen.
Zuvor machte Israels Noch-Verteidigungsminister Ehud Barak klar, dass sein Land einer atomaren Bewaffnung des Iran nicht tatenlos zusehen werde. Eine solche Entwicklung würde die Lage im Nahen Osten noch komplizierter und gefährlicher machen - und sie würde das Aus für den Atomwaffensperrvertrag bedeuten, sagte Barak. Er ließ keinen Zweifel an der Entschlossenheit seiner Regierung, dies notfalls mit Gewalt zu verhindern. Israel meine das ernst - und erwarte diese Ernsthaftigkeit auch von allen anderen.
Stand: 03.02.2013 10:54 Uhr
