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Gesundheitsminister Philipp Rösler hat wegen der Engpässe beim Schweinegrippe-Impfstoff größere Anstrengungen von der Pharmabranche gefordert. "Wichtig ist jetzt, dass die Industrie den Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung stellt", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
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Durch die Verbesserung des Produktionsverfahrens sei es gelungen, die Ausbeute zu erhöhen. "Ich hoffe, dass die Industrie bald die avisierten Produktionsmengen liefern kann", sagte der Minister. Dies werde die Situation entspannen. "Dennoch bitte ich besonders diejenigen Menschen um Geduld, die in der Reihenfolge nach den Helfern und den Kranken an der Reihe sind", sagte der FDP-Politiker.
Nach den ersten Todesfällen wegen der Grippe hatte es einen Ansturm von Impfwilligen auf die Praxen und Gesundheitsämter gegeben. Viele Bürger haben ihre Vorbehalte gegen die Impfung aufgegeben. Es gibt aber nicht genug Impfärzte und in einigen Ländern auch Probleme mit dem Nachschub von Impfstoff. Rösler warb um das Vertrauen der Bevölkerung beim Vorgehen gegen die Schweinegrippe. "Ich habe Verständnis, dass die Menschen durch die vielen, teils widersprüchlichen oder gar falschen öffentlichen Meinungsäußerungen verunsichert sind", sagte der Minister.
[Bildunterschrift: Während mancherorts keine Impfungen zu haben sind, gibt es andernorts - wie hier in Bremen - kaum Anstrum. ]
Für Mittwoch lud Rösler seine Länderkollegen zu einem Impfgipfel ein. "Die Länder haben die nötige Flexibilität, um auf regionale Besonderheiten reagieren zu können. Die Erfahrungen der einzelnen Länder mit dem Ablauf der Impfung sind wichtig", sagte er. Bei dem Treffen soll eine erste Bilanz der Impfaktion gezogen und über die Beseitigung von Schwachstellen beraten werden. Bereits am Montag soll es eine Telefonkonferenz dazu geben.
Auch die Unternehmen rüsten sich mit Aufklärungs- und Impfaktionen sowie Pandemieplänen gegen mögliche Schweinegrippe-Ausfälle. Bei Daimler gebe es eine Notbetriebs-Lösung für größere Personalausfälle, sagte eine Sprecherin laut "Euro am Sonntag". In Extremfällen könne es auch zu Standortschließungen wie im Frühjahr in Mexiko kommen. Der Stahlkonzern ThyssenKrupp gab seinen Mitarbeitern klare Impfempfehlungen und hat auch schon mit Impfungen begonnen. Die Lufthansa versuchte dem Bericht zufolge bei den zuständigen Behörden vergeblich, ihre Mitarbeiter bevorzugt impfen zu lassen. "Unsere Flugkapitäne und Flugbegleiter sind von den Gesundheitsbehörden als nicht gefährdet eingestuft worden", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern wird die Schweinegrippe die Konjunktur in Deutschland allerdings kaum abschwächen.
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