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Die Schweinegrippe breitet sich in Deutschland weiter aus. In Düsseldorf stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen auf 82. Am Sonntag wurden sieben neue Krankheitsfälle registriert, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung mitteilte.
Unter den neuen Krankheitsfällen befinden sich den Angaben zufolge fünf japanische Kinder sowie eine 24-jährige Düsseldorferin, die sich offenbar in New York infiziert hat. Die Frau sei unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen nach Düsseldorf zurückgekehrt, hieß es. Ein weiterer 29-jähriger Düsseldorfer, der in Amsterdam gewesen ist, sei inzwischen ebenfalls positiv auf das neue Influenza-Virus getestet worden.
[Bildunterschrift: Rund ein Drittel aller deutschen Schweinegrippefälle betreffen die Japanische Schule in Düsseldorf. ]
Trotzdem gehen die Behörden davon aus, dass derzeit keine umfassende Verbreitung der Krankheit droht. Es sei gelungen, "die Ausbreitung der neuen Influenza A/H1N1 in der Landeshauptstadt Düsseldorf auf den Kreis der Japanischen Schule zu begrenzen", erklärte der Leiter des Gesundheitsamtes, Heiko Schneitler.
Von den 82 Schweinegrippefällen in Düsseldorf betreffen 65 die Japanische Schule. Deutschlandweit liegt die Zahl der bestätigten Infektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 168. In der Regel seien die Erkrankungen in Deutschland mild verlaufen, berichtete das RKI. Dennoch warnte der stellvertretende Leiter der RKI-Abteilung Infektionsepidemie, Osama Hamouda, gegenüber dem "Focus" davor, die Schweinegrippe zu unterschätzen. Demnach sind Mediziner weltweit besorgt darüber, dass sich offenbar vor allem junge, gesunde Menschen anstecken.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt sieht allerdings trotz der mittlerweile erfolgten Einstufung der Schweinegrippe als Pandemie keinen Grund zur Panik. "Mit der Warnstufe sechs der Weltgesundheitsorganisation wächst die Sorge vieler Menschen vor dieser neuen Grippe", sagte Schmidt der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Auch sie mache sich Sorgen. "Aber zu übereilten oder panischen Reaktionen besteht kein Anlass", fügte sie hinzu.
Auch in Berlin gibt es einen ersten Fall von Schweinegrippe. Das Robert Koch-Institut habe die Erkrankung einer 23-Jährigen aus dem Bezirk Treptow-Köpenick bestätigt, teilte die Gesundheitsverwaltung des Senats mit. Die Erkrankte sei zusammen mit ihrem Lebensgefährten in der gemeinsamen Wohnung, weil sie keine schweren Symptome aufweise. Sie habe noch nicht einmal Fieber gehabt, sondern klagte lediglich über starke Kopfschmerzen.
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