Martin Schulz | Bildquelle: dpa

Sonderparteitag Schulz-Tag bei der SPD

Stand: 19.03.2017 05:04 Uhr

Mit einem Versprechen für mehr Gerechtigkeit will die SPD die Wähler für sich gewinnen. Gegeben wird es von Martin Schulz, der heute bei einem Sonderparteitag offiziell ins Rennen geschickt wird: als Kanzlerkandidat und Parteivorsitzender.

Von Volker Schaffranke, ARD-Hauptstadtstudio

Seit nicht mal acht Wochen ist klar: Die SPD zieht mit Martin Schulz in den Bundestagswahlkampf und wird ihn zum neuen Parteivorsitzenden wählen. Und was sich seitdem in der politischen Landschaft Deutschlands getan hat, dafür suchen Journalisten, Politikwissenschaftler und anderen, die meinen sich auszukennen, noch die richtigen Worte: Vom "Phänomen Schulz" oder dem "Schulz-Effekt" ist die Rede. Fest steht: Der "Schulz-Zug" rattert seitdem durch die Lande, und in den Meinungsumfragen katapultiert sich die SPD aus dem 20-Prozent-Tal auf Augenhöhe mit der Union.

Dabei redet Martin Schulz immer nur über ein Thema: "Zeit für mehr Gerechtigkeit" lautet sein Credo. Das zentrale Thema, mit dem die SPD die Enttäuschten, die Nichtwähler und die Wahlverweigerer wieder an die Urne locken will, natürlich um ihr Kreuzchen bei der SPD zu machen.

Wahlparteitag der Sozialdemokraten: Informationen von Sabine Rau, ARD Berlin
tagesschau24 11:00 Uhr, 19.03.2017

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Für die eigenen Leute hat Martin Schulz auch eine eindeutige Ansage: Geschlossenheit.

"Wir sind die Gewissheit, dass wir die Dinge zum Besseren wenden können, wenn wir die Ärmel hochkrempeln und gemeinsam anpacken. Und wir müssen Vertrauen zurückgewinnen und signalisieren, das sich die hart arbeitenden Menschen in diesem Lande auf uns verlassen können."

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ARD-DeutschlandTrend vom 09. März 2017

Sonntagsfrage

Sonntagsfrage

Alles in einer Waagschale

Er wirft seit Januar alles in eine Waagschale: seinen Schulabbruch, sein nicht vorhandenes Abitur, seine Buchhändler-Ausbildung, seine Alkohol-Krankheit, sein Bürgermeisteramt in Würselen und seine Zeit als EU-Parlamentspräsident. Gerechtigkeit gepaart mit viel Gefühl, das ist seine missionarische Botschaft: "Der Solidargedanke erwächst aus dem Mitgefühl für die anderen", sagt Schulz.

Vor sechs Wochen haben viele über solche Sätze noch gelächelt, jetzt wirkt es auf einmal mitreißend. Selten hat ein Politiker die Dorfgemeinschaftshäuser und Bürgersäle in der Republik so schnell gefüllt wie Martin Schulz in den vergangenen Wochen. Offenbar kommt die Erzählung von einer gespaltenen, verunsicherten Gesellschaft an.

Für den politischen Gegner ist Schulz ein Netzbeschmutzer, der das Land schlecht redet. Sein Vorschlag, dass Arbeitslose länger Unterstützung bekommen, sei unsozial. Mit dem Arbeitslosengeld Q wickele die SPD die eigene Agenda 2010 ab, beklagt CDU-Vizechefin Julia Klöckner: "Ich weiß nicht, was daran sozial und gerecht sein soll, wenn man ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schon zum alten Eisen abstempelt und am Ende mit diesen Forderungen eine Frühverrentungswelle befördert."

An Schulz perlt das ab. Er erzählt seine eigene Version von einem besseren Land: "Um ein Land besser zu machen und gerechter zu organisieren, beginnt jede politische Überlegung beim individuellen Einzelschicksal", sagt er.

Genau diese Tonlage begeistert seine Anhänger, lässt Unsichere zu SPD-Mitgliedern werden und bringt vor allem die Union in die Bredouille.

"Krönungsmesse": Schulz wird zur Nummer 1 in der SPD
V. Schaffranke, ARD Berlin
17.03.2017 22:33 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 19. März 2017 um 11:00 Uhr.

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Volker Schaffranke, WDR

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