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Der Wintereinbruch hat in Deutschland zu starken Verkehrsbehinderungen geführt. Mehrere Flughäfen mussten ihren Betrieb teilweise oder ganz einstellen, zahlreiche Autobahnen waren durch umgekippte Fahrzeuge stundenlang blockiert.
Am Frankfurter Flughafen mussten gestern Abend um 22.44 Uhr alle drei Start- und Landebahnen gesperrt werden. Insgesamt fielen laut Verkehrsleitung 229 Flüge aus. Rund 8000 Passagiere konnten ihren Flug nicht antreten. Etwa 5000 von ihnen konnten in Hotels untergebracht werden, die übrigen harrten im Flughafengebäude aus. Für sie waren rund 1000 Feldbetten aufgestellt worden, auch Essen und Trinken gab es für die gestrandeten Passagiere.
In den frühen Morgenstunden wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Ab sechs Uhr morgens waren dann alle drei Start- und Landebahnen wieder in Betrieb. Reisende müssen jedoch laut Verkehrsleitung heute weiter mit Verspätungen und Unregelmäßigkeiten rechnen.
Auch der Flughafen Berlin-Tegel musste am Vormittag für rund eine Stunde wegen Blitzeises gesperrt werden, um die Start- und Landebahnen zu enteisen. 13 Flüge wurden in dieser Zeit zum Flughafen Schönefeld umgeleitet.
Starker Schneefall und überfrierende Nässe führten in Deutschland zudem zu einem Verkehrschaos. Auf den Straßen kam es zu zahlreichen Staus beziehungsweise Verspätungen und Ausfällen. Nachdem am Morgen Unwetteralarm für weite Teile Süddeutschlands galt, warnt der Deutsche Wetterdienst jetzt vor Glatteis im Osten Deutschlands.
In Bayern verunglückten auf schneeglatten Straßen mehrere Lastwagen. Nach Angaben der Polizei kippte auf der Autobahn 3 bei Aschaffenburg ein Lastwagen um. Es kam zu einem längeren Stau. Auf der A7 verunglückte ein Lkw in der Rhön und ein zweiter rund 60 Kilometer weiter südlich. In Thüringen behinderte auf der A9 Schneefall bei Schleiz den Verkehr. In Niedersachsen wurde die A7 wegen eines Lkw-Unfalls zwischenzeitlich gesperrt.
Auch Bahn-Reisende spürten die Folgen des Wintereinbruchs. "Wir haben bundesweit Störungen", sagte ein Bahnsprecher in Berlin. Das führe immer wieder zu Verspätungen. Die Gründe für die Störungen seien vielfältig. Mal fielen Signalanlagen aus, mal ließen sich Weichen nicht stellen, mal seien Loks nicht fahrbereit. Wegen witterungsbedingten Störungen an ICE-Zügen werde zudem die ICE-Linie zwischen Berlin, Leipzig, Nürnberg und München eingeschränkt. Bis zum 27.12. führen die Züge nur im Zwei-Stunden-Takt statt wie üblich jede Stunde, so der Bahnsprecher.
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