Auf dem Weg in den erholsamen Schlaf kämpfen viele Bundesbürger regelmäßig mit großen Problemen. Laut einer Studie der Krankenkasse DAK berichtet die Hälfte aller Berufstätigen, etwa 20 Millionen Menschen, über Schlafstörungen. Fast vier Millionen von ihnen quälen sich nach eigenen Angaben fast täglich übermüdet durch den Arbeitsalltag, weil sie mehr als dreimal pro Woche schlecht schlafen, häufig aufwachen oder lange wachliegen.
Lebenserwartung sinkt bei chronischem Schlafmangel
"Sowohl Allgemeinbevölkerung als auch Ärzte sind hierüber zu wenig aufgeklärt", sagte der Schlafmediziner Ingo Fietze von der Berliner Charité. Er verwies auf die gravierenden gesundheitlichen Folgen des Problems. "Wenn man chronisch weniger als sechs Stunden schläft, hat man eine deutlich kürzere Lebenserwartung", warnte er. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten die Folge sein. Die Studie verweist zudem darauf, dass die Leistungsfähigkeit der Betroffenen sinke und sie häufiger krankheitsbedingt fehlten.
Rund 40 Prozent führten als Gründe ihrer Schlafprobleme beruflichen Stress und Belastungen in der Familie an. Der Bericht stellte einen Zusammenhang zur Wirtschaftskrise her, die die Entwicklung verschärfe. 20 Prozent machen Schicht- und Nachtarbeit für ihre Schlafstörungen verantwortlich.
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| Audio: Report zu Schlafstörungen und Krankenstand |