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Vorwürfe gegen Bundesbildungsministerin
Uni treibt Plagiatsverfahren gegen Schavan voran
Die Universität treibt das Plagiatsverfahren um die Doktorarbeit von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) weiter voran. Die Promotionskommission habe nach eingehender Prüfung der Arbeit und Anhörung Schavans empfohlen, ein Verfahren zur Aberkennung des Doktortitels zu eröffnen, teilte die Hochschule mit.
Befinden muss darüber der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät. Das Gremium werde sich am 22. Januar mit der Frage befassen, "ob die von der Kommission ermittelten Befunde als schwerwiegend genug betrachtet werden können", um das Verfahren zu eröffnen. "Für die Fakultät ist es unausweichlich, diesen Weg der Überprüfung weiter zu gehen", sagte der Rektor Michael Piper der "Süddeutschen Zeitung". Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes soll das nicht in öffentlicher Sitzung geschehen.
Schavan hatte 1980 an der Düsseldorfer Universität ihre Dissertation "Person und Gewissen: Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung" geschrieben. Mitte Oktober war ein erstes vertrauliches Gutachten durch eine Indiskretion an die Öffentlichkeit gelangt. Laut Medienberichten wirft der beauftragte Gutachter Stefan Rohrbacher Schavan darin vor, größere Textpassagen bewusst abgeschrieben zu haben, ohne die Herkunft der Quellen anzugeben. Die Ministerin wies den Vorwurf einer Täuschungsabsicht zurück.
Stand: 18.12.2012 21:14 Uhr
