Schäuble in den tagesthemen "Streit kann anständig geführt werden"

Stand: 24.10.2017 20:07 Uhr

Der neue Bundestagspräsident Schäuble hat sich für eine bessere Streitkultur im Parlament ausgesprochen. Streit sei das Wesensmerkmal der Demokratie", sagte er in den tagesthemen. Dieser müsse aber anständig geführt werden. Er selbst befinde sich "in einer Art Abkühlphase".

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat sich für eine bessere Streitkultur im Parlament ausgesprochen. "Streit ist das Wesensmerkmal der Demokratie", sagte der CDU-Politiker im Interview mit den tagesthemen. "Deswegen sei Streit keineswegs negativ. Er müsse nur "anständig geführt werden".

Das Parlament könne mit seiner Arbeit dazu beitragen, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, so der 75-Jährige. "Die Grundarchitektur der westlichen Demokratien scheint ja überall ein bisschen fragiler zu werden und deswegen finde ich, ist es eine schöne Aufgabe, daran mitzuwirken, dass sie wieder stabiler wird", sagte Schäuble.

Wolfgang Schäuble, Bundestagspräsident, im Gespräch
tagesthemen 21:45 Uhr, 24.10.2017

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"Ich bin kein Neutrum"

Schäuble selbst will sich künfig stärker zurücknehmen. Er sei zwar "kein Neutrum", werde sich aber aus dem unmittelbaren politischen Geschäft zurückziehen. Er befinde sich momentan in "einer Art Abkühlphase".

Der bisherige Finanzminister Schäuble war am Vormittag zum neuen Bundestagspräsidenten gewählt worden.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 24. Oktober 2017 um 21:45 Uhr.

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